Norwegen ist ein Land von dramatischer und unglaublich fotogener Schönheit. Ein Ort, an dem majestätische Berge in tiefe Fjorde abfallen, im Winter magische Polarlichter am Himmel tanzen und im Sommer die Sonne nie untergeht.
Von ikonischen Wanderungen entlang steiler Felsklippen über malerische Fischerdörfer bis hin zur arktischen Wildnis – Norwegen ist ein Paradies für Naturliebhaber, Abenteurer und alle, die in eine der spektakulärsten Landschaften der Welt eintauchen möchten.
Wir haben für euch einen ausführlichen Guide zu den 45 besten Orten zusammengestellt, die ihr im Land der Trolle und Wikinger sehen und erleben könnt – damit eure Reise unvergesslich wird.
Was in Norwegen sehen – Karte
Ikonische Fjorde – Herz und Seele Norwegens
1) Geirangerfjord
Wahrscheinlich der bekannteste und meistbesuchte Fjord Norwegens – und Teil des UNESCO-Welterbes. Er ist die perfekte Postkarte Norwegens: steile Felswände, verlassene Berghöfe, die an den Klippen zu kleben scheinen, und berühmte Wasserfälle wie die „Sieben Schwestern“ und der „Freier“, die direkt in den Fjord stürzen.
Praktischer Tipp: Die beste Art, den Fjord zu erleben, ist eine Fährfahrt zwischen Geiranger und Hellesylt. Für einen einzigartigen Blick von oben fahrt ihr zum Aussichtspunkt Dalsnibba (Geiranger Skywalk).

2) Nærøyfjord
Ein weiteres UNESCO-Juwel und zugleich einer der schmalsten Fjorde der Welt – an manchen Stellen ist er nur 250 Meter breit. Eine Fahrt durch diesen Fjord ist ein unglaublich dramatisches Erlebnis: Tausend Meter hohe Berge ragen auf beiden Seiten fast senkrecht empor und vermitteln das Gefühl, in einem riesigen Canyon unterwegs zu sein.
Praktischer Tipp: Macht eine Bootsfahrt von Gudvangen nach Flåm. Sie ist ruhiger und für viele sogar noch beeindruckender als Geiranger.

3) Sognefjord – König der Fjorde
Der längste (204 km) und tiefste (über 1300 m) Fjord Norwegens. Seine Majestät liegt nicht in engen Passagen, sondern in seiner gewaltigen Ausdehnung und den vielen wunderschönen Seitenarmen, die ins Landesinnere führen – darunter der bereits erwähnte Nærøyfjord oder der Aurlandsfjord.
Praktischer Tipp: Mietet euch ein Auto und erkundet verschiedene Abschnitte des Fjords. Legt einen Stopp in malerischen Dörfern wie Balestrand ein, das die Macher des Films Die Eiskönigin inspirierte.

4) Lysefjord
Dieser Fjord in der Nähe von Stavanger ist die Heimat von zwei der bekanntesten Wanderungen Norwegens – Preikestolen und Kjerag. Sein Name bedeutet „Heller Fjord“, abgeleitet von der hellen Farbe der Granitfelsen, die ihn säumen. Ein Paradies für Wanderer und Adrenalin-Fans.
Praktischer Tipp: Wenn ihr euch keine anspruchsvolle Wanderung zutraut, macht eine Panoramafahrt mit dem Boot ab Stavanger. Dabei seht ihr den Preikestolen von unten und fahrt unter dem Wasserfall Hengjanefossen hindurch.

5) Hardangerfjord
Der zweitlängste Fjord Norwegens, bekannt als „Obstgarten Norwegens“. Im Frühling sind seine Ufer mit Tausenden blühenden Apfel- und Kirschbäumen übersät – ein wunderschöner Kontrast zu den Berggipfeln, auf denen noch Schnee liegt. Eine ruhigere und poetischere Version eines norwegischen Fjords.
Praktischer Tipp: Besucht die Region im Mai, um die blühenden Obstgärten in voller Pracht zu erleben. Haltet auf einem der lokalen Höfe an und probiert hervorragenden Cider oder Marmelade.

Legendäre Wanderungen und atemberaubende Aussichtspunkte
6) Preikestolen (Predigtstuhl)
Einer der ikonischsten und meistfotografierten Aussichtspunkte in Norwegen. Diese riesige Felsplattform mit nahezu ebener Oberfläche ragt 604 Meter senkrecht über dem Lysefjord auf. Die Wanderung dorthin ist mittelschwer (ca. 4 Stunden hin und zurück) – und die Belohnung ist ein absolut unvergesslicher Ausblick.
Praktischer Tipp: Startet entweder sehr früh am Morgen (zum Sonnenaufgang) oder am späten Nachmittag, um den Menschenmassen zu entgehen, die von den Ausflugsschiffen hierherströmen.

7) Trolltunga (Trollzunge)
Ein extrem fotogener Felsvorsprung, der 700 Meter über dem See Ringedalsvatnet waagerecht aus der Felswand herausragt. Die Wanderung zur Trolltunga ist jedoch sehr anspruchsvoll und lang (ca. 28 km, 10–12 Stunden) und erfordert gute Kondition sowie sorgfältige Vorbereitung. Das Erlebnis bleibt euch aber ein Leben lang in Erinnerung.
Praktischer Tipp: Unternehmt diese Wanderung nur bei gutem Wetter zwischen Juni und September. Außerhalb der Saison ist ein Guide erforderlich. Nehmt ausreichend Essen, Wasser und mehrere Kleidungsschichten mit.

8) Kjeragbolten
Der berühmte Felsblock, der in einer Felsspalte am Berg Kjerag eingeklemmt ist – 1000 Meter über dem Lysefjord. Die Wanderung dorthin ist anspruchsvoll und führt über mehrere steile Abschnitte, die mit Ketten gesichert sind. Sich auf diesen Stein zu stellen, erfordert eine ordentliche Portion Mut, doch auch der Ausblick vom Gipfel allein ist spektakulär.
Praktischer Tipp: Auch wenn ihr euch nicht auf den Felsblock selbst traut, lohnt sich die Wanderung. Sie ist eine großartige und weniger überlaufene Alternative zum Preikestolen – mit sogar noch besseren Ausblicken.

9) Romsdalseggen–Gratwanderung
Für viele die schönste Gratwanderung in Norwegen. Sie bietet unglaubliche Ausblicke auf das Romsdalen-Tal, den Fluss Rauma und vor allem auf die legendäre Trollveggen (Trollwand), die höchste senkrechte Felswand Europas. Die Wanderung ist anspruchsvoll, doch die Landschaft ist konkurrenzlos.
Praktischer Tipp: Fahrt von der Stadt Åndalsnes mit dem Bus zum Ausgangspunkt und wandert anschließend bergab zurück in die Stadt. Logistisch ist das die einfachste Variante.

10) Aussichtspunkt Stegastein
Eine moderne und architektonisch beeindruckende Aussichtsplattform, die 650 Meter über dem Aurlandsfjord scheinbar frei im Raum schwebt. Sie bietet einen der besten und zugleich am einfachsten erreichbaren Panoramablicke auf die norwegischen Fjorde.
Praktischer Tipp: Den Aussichtspunkt erreicht ihr mit dem Auto über die Panoramastraße Aurlandsfjellet von Aurland oder Flåm aus. Im Winter ist die Straße gesperrt.

Inselparadiese – Von den Lofoten bis in die Arktis
11) Lofoten (Inselgruppe)
Eine Inselgruppe, die dramatische Schönheit perfekt verkörpert. Spitze, fast gezackte Berge ragen hier direkt aus dem Meer empor, dazwischen verstecken sich malerische Fischerdörfer mit den typischen roten Häusern (rorbu). Im Sommer erleben Sie hier die Mitternachtssonne, im Winter das Nordlicht.
Praktischer Tipp: Die beste Art, die Lofoten zu erkunden, ist ein Mietwagen. So haben Sie die Freiheit, an unzähligen atemberaubenden Orten entlang der Hauptstraße E10 anzuhalten.
Lesen Sie den vollständigen Reiseführer: Lofoten: 27 fantastische Orte + Reiseroute und Karte für einen Roadtrip ab Tromsø

12) Reine (Lofoten)
Wahrscheinlich das meistfotografierte Dorf in ganz Norwegen. Die Kombination aus roten und gelben Rorbu-Häusern, die über kleine Inseln verstreut liegen, vor der Kulisse dramatischer Granitgipfel wirkt einfach märchenhaft.
Praktischer Tipp: Für den ikonischen Blick auf Reine von oben planen Sie eine Wanderung auf den Reinebringen ein. Der Aufstieg ist sehr steil (Steintreppen, die von Sherpas gebaut wurden), aber die Aussicht ist die absolute Belohnung.

13) Henningsvær (Lofoten)
Ein charmantes Fischerdorf, das sich über mehrere kleine, durch Brücken verbundene Inseln erstreckt. Es ist als „Venedig der Lofoten“ bekannt und wurde durch seinen Fußballplatz berühmt, der ganz am Ende einer felsigen Landzunge liegt und als einer der schönsten der Welt gilt.
Praktischer Tipp: Spazieren Sie am Hafen entlang, besuchen Sie eine der Kunstgalerien und gönnen Sie sich einen Kaffee in einem der gemütlichen Cafés.

14) Nusfjord (Lofoten)
Eines der ältesten und am besten erhaltenen Fischerdörfer Norwegens, das zum UNESCO-Welterbe gehört. Es fühlt sich an wie eine Reise zurück in die Vergangenheit. Das ganze Dorf ist im Grunde ein Freilichtmuseum, in dem Sie ursprüngliche Rorbu-Häuser, eine alte Fischölproduktion und weitere historische Gebäude sehen können.
Praktischer Tipp: Der Eintritt ins Dorf ist kostenpflichtig, da es sich um ein geschütztes Denkmal handelt. Es lohnt sich aber – die Atmosphäre hier ist einzigartig.

15) Insel Senja
Die zweitgrößte Insel Norwegens wird oft als „Norwegen im Miniaturformat“ bezeichnet. Hier finden Sie alles – dramatische Berge, weiße Sandstrände, die an die Karibik erinnern, malerische Dörfer und deutlich weniger Touristen als auf den Lofoten. Es ist ein wilderes und authentischeres Erlebnis.
Praktischer Tipp: Fahren Sie die Panoramastraße entlang der Westküste. Für die beste Aussicht wandern Sie auf den Berg Hesten – von dort eröffnet sich ein atemberaubender Blick auf den ikonischen Gipfel Segla.

16) Spitzbergen (Svalbard)
Eine Inselgruppe weit draußen im Arktischen Ozean, auf halbem Weg zwischen Norwegen und dem Nordpol. Es ist das Land der Eisbären, Gletscher und arktischen Wildnis. Die wichtigste Siedlung ist Longyearbyen, doch das echte Abenteuer beginnt außerhalb der Stadtgrenzen.
Praktischer Tipp: Außerhalb von Longyearbyen ist es wegen der Gefahr von Begegnungen mit Eisbären absolut notwendig, einen bewaffneten Guide dabeizuhaben.

Legendäre Straßen und Eisenbahnen
17) Trollstigen (Trollleiter)
Eine der berühmtesten und dramatischsten Bergstraßen der Welt. Sie besteht aus 11 scharfen Serpentinen, die sich einen steilen Berghang hinaufwinden, und ist von hohen Gipfeln und Wasserfällen umgeben. Oben wartet eine moderne Aussichtsplattform mit einem fantastischen Blick nach unten.
Praktischer Tipp: Die Straße ist nur im Sommer geöffnet (meist von Ende Mai bis Oktober). Prüfen Sie den aktuellen Status, bevor Sie losfahren.

18) Atlanterhavsveien (Atlantikstraße)
Ein einzigartiger Straßenabschnitt, der mehrere kleine Inseln über acht Brücken verbindet, die sich knapp über der Oberfläche des Atlantiks entlangschlängeln. Am bekanntesten ist die Storseisundet-Brücke, die aus einem bestimmten Winkel so aussieht, als würde sie im Himmel enden. Eine Fahrt bei stürmischem Wetter ist hier ein echtes Adrenalinerlebnis.
Praktischer Tipp: Halten Sie auf den Parkplätzen an und spazieren Sie über die Aussichtspfade. Das ist die beste Art, dieses architektonische Juwel zu genießen und großartige Fotos zu machen.

19) Flåmsbana (Flåmbahn)
Eine der steilsten Bahnstrecken der Welt, die Sie in einer Stunde von der Bergstation Myrdal (867 m ü. M.) hinunter nach Flåm auf Fjordniveau bringt. Die Fahrt führt durch eine atemberaubende Landschaft, vorbei an Wasserfällen, tiefen Schluchten und schneebedeckten Gipfeln.
Praktischer Tipp: Der Zug legt einen Fotostopp am mächtigen Wasserfall Kjosfossen ein, wo im Sommer die mythologische Gestalt Huldra tanzt und singt.

Städte mit einzigartiger Atmosphäre
20) Bergen – Tor zu den Fjorden
Eine wunderschöne und regenreiche Stadt, umgeben von sieben Bergen. Ihr Herz ist das historische Viertel Bryggen (UNESCO) mit bunten Holzhäusern, die an Bergens hanseatische Vergangenheit erinnern. Besuchen Sie den Fischmarkt und fahren Sie mit der Seilbahn auf den Berg Fløyen für einen Panoramablick.
Praktischer Tipp: Nehmen Sie einen Regenschirm oder eine wasserdichte Jacke mit. In Bergen regnet es im Schnitt an 240 Tagen im Jahr, aber die Einheimischen sagen: „Das ist kein Regen, sondern flüssiger Sonnenschein.“

21) Oslo – Lebendige nordische Metropole
Norwegens Hauptstadt ist eine dynamische Mischung aus moderner Architektur, grünen Parks und erstklassigen Museen. Spazieren Sie über das Dach der modernen Oper, besuchen Sie den Vigeland-Skulpturenpark und erkunden Sie die Museen auf der Halbinsel Bygdøy (z. B. das Wikingerschiffmuseum oder das Fram-Museum).
Lesen Sie den vollständigen Reiseführer: Was man in Oslo sehen sollte – 37 schönste Orte und Sehenswürdigkeiten (+ Karte)

22) Ålesund – Juwel der Jugendstilarchitektur
Nachdem die Stadt 1904 durch ein Feuer zerstört worden war, wurde sie vollständig im damals modernen Jugendstil (Art Nouveau) wiederaufgebaut. Das Ergebnis ist eine der schönsten und architektonisch einheitlichsten Städte Norwegens, die sich über mehrere Inseln erstreckt.
Praktischer Tipp: Steigen Sie die 418 Stufen zur Aussicht Fjellstua auf dem Berg Aksla hinauf. Von dort haben Sie den ikonischen Blick auf die ganze Stadt und die umliegenden Inseln.

23) Trondheim – Historisches Herz Norwegens
Die drittgrößte Stadt Norwegens und die erste Hauptstadt des Landes. Ihr Wahrzeichen ist der prächtige Nidarosdom, die nördlichste gotische Kathedrale der Welt. Spazieren Sie über die alte Brücke Gamle Bybro und bewundern Sie die bunten hölzernen Speicher auf Stelzen entlang des Flusses Nidelva.
Praktischer Tipp: Mieten Sie ein Kajak und paddeln Sie auf dem Fluss Nidelva. So sehen Sie die Stadt aus einer ganz anderen, magischen Perspektive.

24) Tromsø – Tor zur Arktis
Die größte Stadt Nordnorwegens liegt 350 km nördlich des Polarkreises. Im Winter ist sie einer der besten Orte der Welt, um Nordlichter zu beobachten, im Sommer erleben Sie hier die Mitternachtssonne. Besuchen Sie die Eismeerkathedrale und fahren Sie mit der Seilbahn auf den Berg Storsteinen.
Praktischer Tipp: Nordlichter kann man von September bis April beobachten. Buchen Sie eine „Nordlicht–Jagd“, bei der Sie ein Guide aus der Lichtverschmutzung der Stadt hinausbringt.
Lesen Sie den vollständigen Reiseführer: Tromsø von A bis Z – großer Reiseführer, praktische Tipps (+ Karte)

25) Stavanger – Stadt des Öls und der Geschichte
Eine moderne und wohlhabende Stadt dank der Ölindustrie, die sich dennoch ihren historischen Charme bewahrt hat. Spazieren Sie durch das alte Viertel Gamle Stavanger mit der am besten erhaltenen Holzhausbebauung Europas (173 weiße Häuschen). Stavanger ist der wichtigste Ausgangspunkt für Wanderungen zum Lysefjord.
Praktischer Tipp: Besuchen Sie das Norwegische Ölmuseum – es ist überraschend interaktiv und unterhaltsam, selbst für alle, die sich eigentlich nicht für Industrie interessieren.

Weitere Natur– und Geschichtsschätze
26) Nordkapp (Nordkap)
Eine dramatische Klippe, die traditionell als nördlichster Punkt des europäischen Festlands gilt. Im Sommer um Mitternacht hier zu stehen, wenn die Sonne den Horizont nur „streift“, oder im Winter unter dem Nordlicht – das ist ein starkes und symbolisches Erlebnis.
Praktischer Tipp: Der tatsächlich nördlichste Punkt des Festlands ist das nahegelegene Knivskjellodden, das Sie über eine ca. 9 km lange Wanderung erreichen. Für das Nordkapp wird ein recht hoher Eintritt verlangt.

27) Jostedalsbreen-Gletscher
Der größte Gletscher auf dem europäischen Festland, mit vielen Gletscherzungen, die in die Täler hinabfließen. Zwei der bekanntesten und am leichtesten zugänglichen sind Briksdalsbreen und Nigardsbreen. Der Anblick der gewaltigen Massen aus blauem Eis ist faszinierend.
Praktischer Tipp: Gehen Sie niemals allein auf den Gletscher! Wenn Sie den Gletscher betreten möchten, buchen Sie immer eine Tour mit zertifiziertem Guide, der Ihnen die nötige Ausrüstung (Steigeisen, Eispickel) zur Verfügung stellt.

28) Stabkirche von Borgund (Stavkirke)
Die am besten erhaltene und authentischste aller norwegischen Stabkirchen. Diese mittelalterliche Holzkirche mit Drachenköpfen auf den Dächern wirkt wie aus einem Wikinger-Märchen. Sie ist ein architektonisches Juwel und ein Symbol der norwegischen Geschichte.
Praktischer Tipp: In der Nähe befindet sich auch ein modernes Besucherzentrum, in dem Sie mehr über die Geschichte und Bauweise dieser einzigartigen Gebäude erfahren.

29) Wasserfall Vøringsfossen
Einer der bekanntesten und mächtigsten Wasserfälle Norwegens. Das Wasser stürzt hier 182 Meter tief in einen tiefen Canyon. Rund um den Wasserfall wurden vor Kurzem moderne und sichere Aussichtsplattformen sowie sogar eine Fußgängerbrücke über das Tal gebaut.
Praktischer Tipp: Der Wasserfall liegt an der Panoramastraße Hardangervidda. Ein Stopp hier ist auf der Strecke zwischen Oslo und Bergen fast Pflicht.

30) Tal und Wasserfälle im Husedalen
Eine wunderschöne und relativ einfache Wanderung durch das Husedalen-Tal führt Sie zu vier großartigen Wasserfällen, die nacheinander am Weg liegen. Es ist eine tolle Alternative zu überlaufeneren Orten und ein wunderbares Beispiel für die wilde norwegische Natur.
Praktischer Tipp: Ausgangspunkt ist das Städtchen Kinsarvik am Hardangerfjord. Planen Sie für die gesamte Wanderung hin und zurück etwa 5–6 Stunden ein.

31) Wasserfall Låtefossen
Ein einzigartiger Zwillingswasserfall, der mit enormer Kraft unter einer alten Steinbrücke direkt neben der Hauptstraße hindurchstürzt. Er ist so mächtig, dass die Gischt die ganze Straße bedeckt. Ein beeindruckendes und leicht erreichbares Naturschauspiel.
Praktischer Tipp: Halten Sie auf dem Parkplatz an und stellen Sie sich darauf ein, ein wenig nass zu werden. Es ist ein großartiger Fotostopp auf dem Weg nach Odda.

32) Geiranger Skywalk – Dalsnibba
Der höchste mit dem Auto erreichbare Fjord-Aussichtspunkt Europas. Von der Plattform auf 1500 m ü. M. eröffnet sich Ihnen eine atemberaubende Vogelperspektive auf den Geirangerfjord und die umliegenden schneebedeckten Berge.
Praktischer Tipp: Zum Gipfel führt eine mautpflichtige Straße. Auch im Sommer kann hier Schnee liegen und es kann kalt sein – nehmen Sie also warme Kleidung mit.

33) Vesterålen-Inseln (Vesterålen)
Eine Inselgruppe nördlich der Lofoten. Sie ist weniger dramatisch, dafür grüner, ruhiger und einer der besten Orte der Welt, um das ganze Jahr über Wale zu beobachten.
Praktischer Tipp: Buchen Sie eine Walsafari ab Andenes. Die meisten Anbieter geben eine Garantie – wenn Sie keinen Wal sehen, können Sie kostenlos an einer weiteren Tour teilnehmen.

34) Stabkirche von Heddal
Die größte Stabkirche Norwegens. Dieser riesige Holzbau aus dem 13. Jahrhundert wirkt wie aus einer anderen Welt und ist bis heute eine aktive Kirche.
Praktischer Tipp: Sie liegt in der Nähe der Stadt Notodden und ist leicht erreichbar. Ein toller Stopp, wenn Sie von Oslo in Richtung Westküste fahren.

35) Felsformation Kannesteinen
Ein einzigartiger Felsen an der Küste der Insel Vågsøy, den Tausende Jahre Erosion in die Form eines Pilzes oder einer Flosse gebracht haben. Er ist ein beliebtes Ziel für Fotografen.
Praktischer Tipp: Am besten sieht er bei Ebbe aus, wenn Sie direkt bis zu ihm gehen können. Prüfen Sie vorher die Gezeitentabelle.

36) Lodalen und der See Lovatnet
Eines der schönsten und zugleich tragischsten Täler Norwegens. Der See Lovatnet hat dank Mineralien aus den Gletschern eine unglaublich türkise Farbe. Die Region wurde in der Vergangenheit von gewaltigen Erdrutschen getroffen, die Tsunamis auslösten.
Praktischer Tipp: Mieten Sie ein Kajak oder ein kleines Boot und fahren Sie über den See. Das ist die beste Art, seine magische und zugleich melancholische Atmosphäre aufzusaugen.

37) Gletscherzunge Briksdalsbreen
Eine der bekanntesten und beeindruckendsten Gletscherzungen des Jostedalsbreen. Früher reichte sie bis zum See hinunter, doch durch das Schmelzen ist sie deutlich kleiner geworden. Trotzdem ist der Blick auf das blaue Eis, das zwischen Wasserfällen herabfließt, atemberaubend.
Praktischer Tipp: Vom Parkplatz führt ein leichter Spaziergang von ca. 45 Minuten dorthin. Respektieren Sie die Sicherheitszonen und gehen Sie nicht zu nah an die Gletscherfront heran.

38) Nationalpark Jotunheimen
Die „Heimat der Riesen“ ist ein Gebirge mit mehr als 250 Gipfeln über 2000 Metern, darunter die höchsten Berge Norwegens (Galdhøpiggen, Glittertind). Es ist ein Paradies für Hochgebirgswanderungen – von der Besseggen-Gratwanderung bis zu Gipfeltouren.
Praktischer Tipp: Wenn Sie sich die höchsten Gipfel nicht zutrauen, fahren Sie mit dem Auto über die Panoramastraße Sognefjellet, die höchste Gebirgsstraße Nordeuropas.

39) Nationalpark Rondane
Der erste Nationalpark Norwegens, geprägt von mächtigen, abgerundeten und majestätischen Gipfeln. Die Region ist trockener und ruhiger als Jotunheimen und ideal für mehrtägige Hüttenwanderungen.
Praktischer Tipp: Der Park ist Heimat einer der letzten Populationen wilder Rentiere in Europa. Seien Sie leise und aufmerksam – vielleicht haben Sie Glück und sehen welche.

40) Insel Sommarøy
Die „Sommerinsel“ ist eine malerische Fischergemeinde in der Nähe von Tromsø, bekannt für ihre weißen Sandstrände und türkisfarbenes Wasser – ein unglaublicher Kontrast zur arktischen Landschaft.
Praktischer Tipp: Dies ist ein großartiger Ort, um im Sommer die Mitternachtssonne und im Winter das Nordlicht zu beobachten – ohne die Lichtverschmutzung der Stadt.

41) Felsritzungen in Alta (UNESCO)
Mehr als 6000 prähistorische Felsritzungen und Malereien, die bis zu 7000 Jahre alt sind. Sie zeigen das Leben von Jägern und Sammlern in der Arktis – Rentiere, Boote, Bären und schamanische Rituale. Ein faszinierender Blick in die ferne Vergangenheit.
Praktischer Tipp: Am besten besuchen Sie das Freilichtmuseum im Sommer, wenn die Wege zwischen den Felsritzungen frei zugänglich sind.

42) Røros (UNESCO)
Eine ehemalige Kupferbergbaustadt, deren Zentrum ausschließlich aus alten Holzhäusern besteht und zum UNESCO-Welterbe gehört. Ein Spaziergang durch die Straßen im Winter, wenn alles von Schnee bedeckt ist, fühlt sich an wie eine Reise in ein Märchen.
Praktischer Tipp: Røros ist einer der kältesten Orte Norwegens. Wenn Sie die Stadt im Winter besuchen, ziehen Sie sich wirklich warm an. Die Temperaturen können unter -30 °C fallen.

43) Klippe Hornelen
Die höchste Meeresklippe Europas ragt 860 Meter senkrecht über die Fjordoberfläche. Der Aufstieg zum Gipfel ist eine anspruchsvolle, aber sehr lohnende Wanderung für erfahrene Wanderer.
Praktischer Tipp: Der Blick auf die Klippe vom Boot oder von der Fähre ist ebenfalls sehr beeindruckend – und deutlich weniger anstrengend.
44) Wasserfall und Canyon Månafossen
Der höchste Wasserfall der Provinz Rogaland (92 m), der in einen tiefen Canyon stürzt. Der Zugang ist kurz, aber sehr steil und erfolgt mithilfe von Ketten und Stufen.
Praktischer Tipp: Die Wanderung ist kurz (ca. 30 Minuten), erfordert aber festes Schuhwerk. Als Belohnung wartet eine wilde und ungezähmte Naturlandschaft.
45) Fischerdorf und Strand Haukland (Lofoten)
Einer der schönsten und bekanntesten Strände auf den Lofoten. Weißer Sand und klares türkisfarbenes Wasser in Kombination mit den umliegenden grünen Bergen schaffen eine Szenerie, die eher an die Tropen als an die Arktis erinnert.
Praktischer Tipp: Für einen wunderschönen Blick auf den Strand Haukland und den benachbarten Strand Uttakleiv unternehmen Sie eine leichte Wanderung auf den Hügel Mannen.

Wo in Norwegen übernachten
Fjordregion (Bergen/Stavanger)
Übernachtet in Städten, die sich perfekt als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Fjorde eignen. Eine tolle Wahl ist das Citybox Bergen – ein modernes Self-Service-Hotel im Zentrum von Bergen mit einfachen, aber stilvollen Zimmern zu einem für norwegische Verhältnisse sehr fairen Preis.
Lofoten
Übernachtet in einer traditionellen Fischerhütte, einem sogenannten „Rorbu“. Das ist ein einzigartiges Erlebnis. Wir empfehlen Eliassen Rorbuer – die Unterkunft liegt in Hamnøy, einem der meistfotografierten Orte der Lofoten. Sie bietet wunderschön renovierte Hütten direkt am Wasser mit fantastischer Aussicht.
Nordnorwegen rund um Tromsø – für die Polarlichtjagd
Eine Unterkunft im Zentrum von Tromsø bietet euch einfachen Zugang zu Restaurants, Museen und den Treffpunkten, von denen Polarlicht-Touren starten. Wenn ihr auf eigene Faust auf Polarlichtjagd gehen möchtet, empfehle ich etwas Kleineres außerhalb der Stadt.
Unser Unterkunftstipp: – Comfort Hotel Xpress Tromsø – ein stylisches und preiswertes Hotel im Stadtzentrum. Es bietet alles, was ihr für einen angenehmen Aufenthalt braucht. Zum Beobachten der Polarlichter empfehle ich Aurora Base (mit passendem Namen nordwestlich von Tromsø).
Praktische Tipps für Reisende
- Fortbewegung: – Die beste Art, Norwegen zu erkunden, ist ein Mietwagen . Er gibt euch maximale Freiheit. Für lange Strecken solltet ihr Inlandsflüge in Betracht ziehen. Fähren sind ein fester Bestandteil des Straßennetzes.
- Beste Reisezeit: – Der Sommer (Juni–August) ist ideal zum Wandern, für die Mitternachtssonne und wärmeres Wetter. Der Winter (November–März) ist perfekt für alle, die Schnee, Wintersport und vor allem Polarlichter lieben.
- Preise: – Norwegen ist eines der teuersten Länder der Welt. Sparen könnt ihr, indem ihr selbst kocht und in Supermärkten wie REMA 1000, Kiwi oder Coop einkauft.
- Wetter: – Bereitet euch auf alles vor. Selbst im Sommer kann es kühl und regnerisch sein. Zwiebellook sowie eine hochwertige wasserdichte Jacke und gute Schuhe sind die Grundlage. Wie die Norweger sagen: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.“
- Allemansretten (Jedermannsrecht auf freien Zugang zur Natur): – Dieses Recht erlaubt es euch, in der freien Natur zu zelten (mindestens 150 Meter vom nächsten bewohnten Haus entfernt), solange ihr den Platz so hinterlasst, wie ihr ihn vorgefunden habt.
- Mautstraßen und Fähren: – Viele Straßen, Brücken und Tunnel sind mautpflichtig. Die meisten Mietwagen haben einen elektronischen AutoPASS-Chip, und die Gebühren werden euch später berechnet. Fährzahlungen erfolgen in der Regel vor Ort per Karte.
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