Mailand, das pulsierende Herz der Lombardei, ist weit mehr als nur die Hauptstadt von Mode und Design. Es ist eine Stadt, in der sich das Erbe der mächtigen Familien Visconti und Sforza mit futuristischer Architektur verbindet, in der sich hinter schlichten Fassaden wunderschöne Innenhöfe verbergen und in der Kunst auf das lebendige Treiben einer Metropole trifft.
Von der gotischen Pracht des Doms bis zu den bohemienhaften Kanälen des Viertels Navigli bietet Mailand eine Reise voller Kontraste, die bei jedem Besucher Eindruck hinterlässt. Entdecken Sie mit uns die schönsten Orte und Sehenswürdigkeiten, die diese elegante Stadt bereithält.
In diesem Reiseführer finden Sie nicht nur die bekanntesten Highlights, sondern auch versteckte Schätze und praktische Tipps, damit Sie Ihren Besuch in vollen Zügen genießen können.
Was man in Mailand sehen sollte – Karte der Orte:
Ikonische Orte in Mailand, an denen Geschichte geschrieben wurde
1) Kathedrale Mariä Geburt (Duomo di Milano)
Die ikonische und absolut beeindruckende gotische Kathedrale ist das Wahrzeichen Mailands. Ihr Bau dauerte fast 600 Jahre – das Ergebnis ist ein Meisterwerk mit 135 Türmchen und mehr als 3.400 Statuen. Auf dem höchsten Turm glänzt die goldene Statue der Jungfrau Maria, bekannt als Madonnina, die als Schutzpatronin der Stadt gilt. Das Innere ist genauso eindrucksvoll wie die Fassade, mit riesigen Buntglasfenstern und der monumentalen Atmosphäre der fünf Kirchenschiffe.
Praktischer Tipp: Kaufen Sie ein Kombiticket, das den Eintritt in die Kathedrale, den archäologischen Bereich, das Museum und vor allem auf das Dach beinhaltet. Der Blick vom Dach, wo Sie zwischen Türmchen und Statuen spazieren und die ganze Stadt unter sich haben, ist einfach unvergesslich.

2) Galleria Vittorio Emanuele II
Die älteste aktive Einkaufspassage Italiens wird auch „Mailands Salon“ genannt. Dieser elegante Bau aus dem 19. Jahrhundert mit Glasdach und wunderschönem Mosaikboden verbindet die Piazza del Duomo mit der Piazza della Scala. Sie gilt als eines der ersten modernen Einkaufszentren der Welt und ist bis heute ein Ort zum Treffen, Shoppen und Bewundern der Architektur.
Praktischer Tipp: Einer lokalen Tradition zufolge bringt es Glück, wenn Sie sich mit der Ferse auf dem Mosaik des Stiers (dem Symbol von Turin) drehen, der Teil des Wappens auf dem Boden im zentralen Oktogon ist. Sie finden ihn leicht – folgen Sie einfach der Menschenmenge und der blank polierten Stelle.

3) Opernhaus La Scala (Teatro alla Scala)
Eines der renommiertesten Opernhäuser der Welt, in dem die größten Stars der Musikszene auftraten – von Maria Callas bis Luciano Pavarotti. Das scheinbar schlichte Äußere täuscht: Im Inneren verbirgt sich ein prachtvoller Zuschauerraum mit perfekter Akustik, in dem Werke von Komponisten wie Verdi oder Rossini uraufgeführt wurden.
Praktischer Tipp: Opernkarten sind teuer und oft schon Monate im Voraus ausverkauft. Wenn Sie die Atmosphäre zu einem vernünftigen Preis erleben möchten, versuchen Sie am Tag der Vorstellung Karten für die Galerie (loggione) zu bekommen – dafür brauchen Sie allerdings Geduld und müssen anstehen. Oder machen Sie es sich einfacher und kaufen Sie ein Ticket für eine Besichtigung am Tag.

4) Castello Sforzesco
Die mächtige Backsteinfestung war einst Sitz der Mailänder Herzöge und Symbol ihrer Macht. Heute beherbergt sie mehrere städtische Museen und Kunstsammlungen, darunter Michelangelos letztes unvollendetes Werk – die Pietà Rondanini. So hat sich die Burg von einer Militärfestung in eine kulturelle Schatzkammer verwandelt, die allen offensteht.
Praktischer Tipp: Gehen Sie durch den Haupthof der Burg und weiter direkt in den angrenzenden Parco Sempione. Er ist der ideale Ort für eine Pause nach der Besichtigung und bietet einen schönen Blick auf die Burg von der anderen Seite.

5) Friedensbogen (Arco della Pace)
Der monumentale neoklassizistische Bogen befindet sich am Rand des Parco Sempione. Sein Bau wurde auf Befehl Napoleons begonnen, um seine Siege zu feiern, doch fertiggestellt wurde er erst nach seinem Sturz und in Friedensbogen umbenannt. Von seiner Spitze bietet sich ein schöner Blick auf den Park und die modernen Wolkenkratzer im Hintergrund.
Praktischer Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch ist der späte Nachmittag oder Abend, wenn der Bogen wunderschön beleuchtet ist. In der Umgebung gibt es viele Bars, in denen Sie ein tolles Aperitivo mit Blick auf dieses Wahrzeichen genießen können.

6) Piazza dei Mercanti
Dieser kleine mittelalterliche Platz, nur wenige Schritte vom belebten Dom entfernt versteckt, versetzt Sie zurück in die Vergangenheit. Einst war er das Zentrum des städtischen Lebens und Handels, wo sich städtische Gerichte und Handwerkszünfte befanden. Heute können Sie hier historische Gebäude wie den Palazzo della Ragione und die Loggia degli Osii bewundern.
Praktischer Tipp: Probieren Sie den akustischen Effekt unter dem Gewölbe der Loggia aus. Wenn Sie sich mit dem Gesicht zu einer der Ecksäulen stellen und leise sprechen, hört Sie die Person an der diagonal gegenüberliegenden Säule ganz deutlich.

7) Colonne di San Lorenzo
Sechzehn altrömische Säulen vor der Basilika San Lorenzo sind ein beliebter Treffpunkt, besonders für junge Leute und Studierende. Diese Marmorsäulen wurden im 4. Jahrhundert hierher versetzt, vermutlich von einem antiken Tempel, und bilden heute einen faszinierenden Kontrast zwischen Geschichte und dem pulsierenden Leben der modernen Stadt.
Praktischer Tipp: Kommen Sie am Abend hierher. Die Umgebung erwacht zum Leben, Menschen sitzen auf den Stufen und in den umliegenden Bars herrscht reges Treiben. Ein großartiger Ort, um die ungezwungene und lebendige Atmosphäre Mailands aufzusaugen.

8) Königspalast (Palazzo Reale)
Dieser prächtige Palast, der direkt rechts neben dem Dom steht, war jahrhundertelang Sitz der Mailänder Regierung. Heute ist er eines der wichtigsten Kultur- und Ausstellungszentren der Stadt. In seinen prunkvollen Sälen finden renommierte internationale Kunstausstellungen statt – von alten Meistern bis hin zu moderner Fotografie.
Praktischer Tipp: Bevor Sie zur Piazza del Duomo aufbrechen, schauen Sie online nach dem aktuellen Ausstellungsprogramm im Palazzo Reale. Oft sind hier weltweit einzigartige Exponate zu sehen, und Tickets für die großen Highlights kauft man am besten im Voraus.

9) Universität degli Studi di Milano (Ca’ Granda)
Nur ein kurzes Stück vom Dom entfernt verbirgt sich ein wunderschöner Renaissancekomplex, bekannt als „Ca’ Granda“ (Großes Haus), in dem heute die wichtigste Universität Mailands ihren Sitz hat. Ursprünglich handelte es sich um eines der ersten öffentlichen Krankenhäuser Europas. Seine Innenhöfe sind architektonische Schmuckstücke und eine Oase der Ruhe mitten in der geschäftigen Stadt.
Praktischer Tipp: Der Eintritt in den Haupthof ist kostenlos. Es ist der perfekte Ort für eine kurze Pause und zum Bewundern der Renaissancearchitektur. Während der Mailänder Design Week im April verwandeln sich diese Höfe in atemberaubende Ausstellungsräume.

Museen, Galerien und Bibliotheken
10) Pinacoteca di Brera
Eine der bedeutendsten Galerien Italiens, die Meisterwerke von Künstlern wie Caravaggio, Raffael und Mantegna beherbergt. Zu ihren Sammlungen gehören ikonische Werke wie Hayez’ „Der Kuss“, ein Symbol der italienischen Romantik. Sie befindet sich im schönen Palazzo Brera, wo Sie auch die Kunstakademie und einen botanischen Garten finden.
Praktischer Tipp: Jeden ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt kostenlos. Wenn Sie sparen und Menschenmassen vermeiden möchten, besuchen Sie die Galerie am Donnerstagabend, wenn sie länger geöffnet ist und der Eintritt reduziert wird.

11) Wissenschafts- und Technikmuseum Leonardo da Vinci
Das größte Wissenschafts- und Technikmuseum Italiens ist ein faszinierender Ort für Erwachsene und Kinder. Neben interaktiven Ausstellungen aus verschiedenen Bereichen ist die größte Attraktion die Leonardo da Vinci gewidmete Galerie, in der Modelle seiner Erfindungen ausgestellt sind. Hier können Sie alles erkunden – von Dampflokomotiven über Flugzeuge bis hin zu Raumfahrtmodulen.
Praktischer Tipp: Auf dem Museumsgelände ist auch das echte U-Boot Enrico Toti ausgestellt. Den Besuch seines Inneren müssen Sie vorab online reservieren – denken Sie also bei der Planung daran.
12) Pinacoteca Ambrosiana
Die historische Bibliothek und Galerie beherbergt beeindruckende Sammlungen, darunter den berühmten Codex Atlanticus von Leonardo da Vinci, die größte Sammlung seiner Zeichnungen und Notizen. Sie wurde von Kardinal Federico Borromeo gegründet und wurde zu einer der ersten öffentlich zugänglichen Bibliotheken der Welt. In der Kunstgalerie finden Sie Werke von Caravaggio, Tizian und Botticelli.
Praktischer Tipp: Verpassen Sie nicht Caravaggios Obstkorb (Canestra di frutta), eines der Highlights der Sammlung. Das Museum ist weniger überfüllt als Brera, was einen ruhigeren Besuch ermöglicht.

13) Museo Poldi Pezzoli
Dieses elegante „Hausmuseum“ war einst die private Sammlung des Adligen Gian Giacomo Poldi Pezzoli. Es ist, als würde man in die private Welt eines leidenschaftlichen Sammlers eintreten, in der jeder Raum in einem anderen historischen Stil eingerichtet und voller Kunstschätze ist. Hier finden Sie eine Sammlung von Gemälden, Waffen, Schmuck und Porzellan.
Praktischer Tipp: Das Museum ist Teil der sogenannten „Museum Mile“ in Mailand. Fragen Sie nach der Möglichkeit eines Kombitickets, mit dem Sie auch weitere Museen in der Umgebung zu einem vergünstigten Preis besuchen können.
14) Galerie für moderne Kunst (Galleria d’Arte Moderna – GAM)
Sie befindet sich in einer wunderschönen neoklassizistischen Villa (Villa Reale), die einst Napoleons Residenz war. Die Sammlungen konzentrieren sich auf italienische und europäische Kunst des 19. Jahrhunderts und bieten damit ein doppeltes Erlebnis: Kunstgenuss in einem historisch bedeutenden und luxuriösen Ambiente.
Praktischer Tipp: Der Zugang zum angrenzenden Garten ist nur Erwachsenen in Begleitung von Kindern unter 12 Jahren gestattet. Das ist eine historische Regel, die einen sicheren Spielort für Kinder gewährleisten sollte.

15) Fondazione Prada
Dieser Komplex für zeitgenössische Kunst, entworfen vom berühmten Architekten Rem Koolhaas, befindet sich in einer umgebauten Brennerei. Eines der Gebäude ist mit 24-karätigem Gold überzogen, was einen beeindruckenden Kontrast zur industriellen Umgebung schafft. Im Inneren finden Sie provokative und oft interaktive Ausstellungen.
Praktischer Tipp: Zum Komplex gehört auch die Bar Luce, die vom Regisseur Wes Anderson entworfen wurde. Selbst wenn Sie sich nicht für Kunst interessieren, lohnt sich ein Stopp auf einen Kaffee, um die einzigartige Retro-Atmosphäre zu genießen, inspiriert von italienischen Filmen der 50er- und 60er-Jahre.
16) Pirelli HangarBicocca
Der riesige Industriekomplex der ehemaligen Pirelli-Fabrik wurde in eines der größten Zentren für zeitgenössische Kunst in Europa verwandelt. Das Ausmaß der Ausstellungen ist überwältigend; die Kunstwerke erreichen hier monumentale Dimensionen, die in ein traditionelles Museum niemals passen würden. Besonders bekannt ist der Ort für die Dauerausstellung Sieben himmlische Paläste von Anselm Kiefer.
Praktischer Tipp: Der Eintritt in die Dauerausstellung und die meisten temporären Ausstellungen ist kostenlos. Der Komplex liegt zwar etwas weiter vom Zentrum entfernt, ist aber leicht mit der Metro erreichbar (Linie M5, Station Ponale).

17) Triennale di Milano
Das Museum für Design und Architektur befindet sich im Palazzo dell’Arte im Parco Sempione. Es organisiert internationale Ausstellungen zu Design, Kunst, Architektur und Mode. Es ist ein wichtiger Ort, um Mailands Rolle als weltweites Zentrum des Designs zu verstehen – und ein Fenster in die Zukunft der Kreativität.
Praktischer Tipp: Von der Museumscafeteria auf dem Dach haben Sie einen schönen Blick auf den Parco Sempione und das Castello Sforzesco. Ein großartiger Ort für eine Pause mit Kaffee und künstlerischer Inspiration.
18) Villa Necchi Campiglio
Diese Villa ist ein echtes Juwel des italienischen Rationalismus und Designs der 1930er-Jahre. Das Haus, umgeben von einem ruhigen Garten mit Pool mitten im Stadtzentrum, gibt Ihnen einen Einblick in das Leben der Mailänder Industrieelite. Die Villa ist so perfekt, dass Regisseur Luca Guadagnino sie als Drehort für den Film „I Am Love“ (Ich bin die Liebe) auswählte.
Praktischer Tipp: Ziehen Sie eine Führung in Betracht, bei der Sie faszinierende Details über Architektur, Design und die ursprünglichen Besitzer erfahren. Eine Reservierung im Voraus wird empfohlen.
Kirchen und Basiliken
19) Kirche Santa Maria delle Grazie & Das letzte Abendmahl
Diese Kirche mit Dominikanerkloster gehört zum UNESCO-Welterbe. Der wichtigste Grund für ihre Berühmtheit ist das Refektorium (der Speisesaal), an dessen Wand Leonardo da Vinci sein Meisterwerk, das Fresko „Das letzte Abendmahl“, malte. Dieses ikonische Gemälde ist sehr empfindlich gegenüber Veränderungen der Umgebung, deshalb ist der Zugang streng geregelt.
Praktischer Tipp: Tickets für die Besichtigung des Letzten Abendmahls müssen weit im Voraus reserviert werden, oft sogar mehrere Monate vorher, über die offizielle Website. Lasst es auf keinen Fall bis zur letzten Minute liegen!

20) Basilika des heiligen Ambrosius (Basilica di Sant’Ambrogio)
Eine der ältesten und bedeutendsten Kirchen in Mailand, geweiht dem Stadtpatron, dem heiligen Ambrosius. Sie ist ein wunderschönes Beispiel lombardisch-romanischer Architektur mit einem einzigartigen Atrium und zwei unterschiedlich hohen Glockentürmen, die die Spannung zwischen Kirche und Stadt symbolisieren. In der Krypta werden die Gebeine des heiligen Ambrosius selbst aufbewahrt.
Praktischer Tipp: Achtet auf die „Teufelssäule“ auf dem Platz vor der Basilika. Sie hat zwei Löcher, die der Legende nach von den Hörnern des Teufels stammen, als er mit dem heiligen Ambrosius kämpfte.

21) Kirche San Maurizio al Monastero Maggiore
Diese unscheinbare Kirche wird oft als „Sixtinische Kapelle Mailands“ bezeichnet. Ihr Innenraum ist vom Boden bis zur Decke mit beeindruckenden und hervorragend erhaltenen Renaissance-Fresken bedeckt. Sie stammen von Bernardino Luini, einem der besten Schüler Leonardos. Die Fresken erzählen biblische Geschichten und das Leben von Heiligen mit unglaublicher Farbenpracht und Detailfülle.
Praktischer Tipp: Der Eintritt ist kostenlos. Die Kirche ist durch eine Wand in zwei Bereiche geteilt – einen für die Öffentlichkeit und einen, der früher den Nonnen des angrenzenden Klosters vorbehalten war. Schaut euch unbedingt beide Teile an.

22) Kirche San Bernardino alle Ossa
Eine kleine Kirche mit einem schaurigen Geheimnis. Die angrenzende Kapelle und das Beinhaus sind mit Tausenden menschlicher Knochen und Schädel geschmückt, die ordentlich zu verschiedenen Mustern und Motiven angeordnet sind. Die Knochen sollen vom Friedhof des nahegelegenen Krankenhauses stammen und dienen als Memento mori – als Erinnerung an die Vergänglichkeit des Lebens.
Praktischer Tipp: Der Besuch dauert nicht lange und der Eintritt ist kostenlos (eine freiwillige Spende wird gern gesehen). Es ist ein faszinierendes, wenn auch etwas morbides Erlebnis – und liegt nur einen kurzen Spaziergang vom Dom entfernt.

23) Kirche Santa Maria presso San Satiro
Diese Kirche, versteckt in einer der belebten Einkaufsstraßen, birgt einen der größten Zauber der Renaissance. Der Architekt Donato Bramante stand hier vor dem Problem, dass nicht genug Platz für den Bau einer klassischen Apsis (des halbkreisförmigen Abschlusses hinter dem Altar) vorhanden war. Er löste es mit einer genialen optischen Täuschung – er schuf die Illusion eines tiefen Raums auf einer Wand, die in Wirklichkeit nicht einmal einen Meter tief ist.
Praktischer Tipp: Der Eintritt ist kostenlos. Stellt euch in die Mitte des Hauptschiffs und geht dann langsam auf den Altar zu. Zu beobachten, wie sich der dreidimensionale Raum in eine flache Wand verwandelt, ist wirklich faszinierend.

Moderne Viertel in Mailand
24) Viertel Porta Nuova
Das Symbol des modernen Mailands. Dieses hochmoderne Viertel ist rund um den Bahnhof Garibaldi entstanden und voller Wolkenkratzer, innovativer Gebäude und Grünflächen. Es zeigt, wie Mailand in die Zukunft investiert und ehemalige Industriegebiete in lebendige Zentren für Business und Wohnen verwandelt.
Praktischer Tipp: Spaziert durch die Fußgängerzone vom Bahnhof Garibaldi bis zur Piazza Gae Aulenti. Unterwegs seht ihr die spannendsten Bauwerke und bekommt ein gutes Gefühl für die Atmosphäre des modernen Geschäftsviertels.

25) Bosco Verticale (Vertikaler Wald)
Zwei Wohntürme, deren Fassaden mit mehr als 20.000 Bäumen und Pflanzen bepflanzt sind, gelten weltweit als einzigartig und als Paradebeispiel nachhaltiger Architektur. Dieses Projekt sieht nicht nur beeindruckend aus, sondern hilft auch dabei, die Luft zu reinigen, Sauerstoff zu produzieren und ein Mikroklima in der Stadt zu schaffen.
Praktischer Tipp: Den besten Blick auf den Bosco Verticale habt ihr von der angrenzenden Biblioteca degli Alberi, einem modernen Stadtpark. Die Gebäude selbst sind privat, aber der Blick von außen ist absolut atemberaubend.

26) Piazza Gae Aulenti
Ein futuristischer runder Platz und das Herz des Viertels Porta Nuova. Er ist von Wolkenkratzern umgeben, darunter die UniCredit Tower, das höchste Gebäude Italiens. Abends verwandelt sich der Platz dank Brunnen und Lichtinstallationen in eine kleine Lichtshow, die eine magische Atmosphäre schafft.
Praktischer Tipp: Fahrt mit dem Aufzug zur Aussichtsplattform der UniCredit Tower (falls sie für die Öffentlichkeit geöffnet ist). Von dort habt ihr einen der besten Panoramablicke auf das moderne und historische Mailand.

27) Viertel CityLife
Ein weiteres Beispiel für die moderne Umgestaltung der Stadt – hier auf dem Gelände des ehemaligen Messegeländes. Die Highlights sind drei Wolkenkratzer, entworfen von weltbekannten Architekten (Zaha Hadid, Arata Isozaki, Daniel Libeskind), die von den Einheimischen „der Gerade“, „der Krumme“ und „der Gebogene“ genannt werden. Das gesamte Gebiet ist von einem weitläufigen Park und modernen Wohngebäuden umgeben.
Praktischer Tipp: Im Erdgeschoss der Wolkenkratzer befindet sich ein großes Einkaufszentrum. Es ist ein toller Ort zum Shoppen und Mittagessen – kombiniert mit einem Blick auf moderne Architektur.

Weitere interessante Viertel in Mailand
28) Viertel Navigli
Das Gebiet rund um die zwei verbliebenen Mailänder Kanäle – Naviglio Grande und Naviglio Pavese. Einst waren sie Teil eines wichtigen Verkehrsnetzes, an dessen Planung angeblich auch Leonardo beteiligt war. Heute bilden sie das romantische und bohèmehafte Herz der Stadt. Hier findet ihr Künstlerateliers, Vintage-Läden und unzählige Bars und Restaurants.
Praktischer Tipp: Besucht Navigli am frühen Abend und erlebt das berühmte „Aperitivo“. Jeden letzten Sonntag im Monat findet hier ein großer Antiquitätenmarkt statt, der das gesamte Ufer in einen riesigen Trödelmarkt verwandelt.

29) Viertel Brera
Ein charmantes Viertel mit Kopfsteinpflastergassen, Kunstgalerien und kleinen Boutiquen, das oft mit dem Pariser Montmartre verglichen wird. Es ist der perfekte Ort für einen ziellosen Spaziergang, eine Pause in einem historischen Café und um die künstlerische und intellektuelle Atmosphäre aufzusaugen. Auch die berühmte Kunstakademie hat hier ihren Sitz.
Praktischer Tipp: Im Herzen des Viertels befindet sich die Pinacoteca di Brera, aber vergesst nicht, auch den angrenzenden botanischen Garten (Orto Botanico di Brera) zu besuchen – eine versteckte Oase der Ruhe.

30) Modeviertel (Quadrilatero della Moda)
Ein Straßenviereck (Via Montenapoleone, Via della Spiga usw.), in dem die Boutiquen der luxuriösesten Marken der Welt zu finden sind. Auch wenn ihr nicht shoppen möchtet, ist ein Spaziergang mit Blick in die kreativen Schaufenster schon ein Erlebnis für sich. Es ist eine Bühne der Eleganz und der neuesten Trends, auf der ihr Modeikonen aus aller Welt begegnen könnt.
Praktischer Tipp: Die bekannteste und teuerste Straße ist die Via Montenapoleone. Wenn ihr nach erschwinglicherer Mode sucht, schlendert lieber durch Straßen wie den Corso Vittorio Emanuele II oder die Via Torino.

31) Chinatown (Via Paolo Sarpi)
Die lebendige Straße und ihre Umgebung bilden Mailands Chinatown. Hier findet ihr authentische chinesische Restaurants, Lebensmittelgeschäfte, Bubble Tea und eine spannende Mischung aus italienischer und chinesischer Kultur. Es ist eine der ältesten und am besten integrierten chinesischen Gemeinschaften Italiens.
Praktischer Tipp: Probiert unbedingt das Streetfood hier. Die lokalen Ravioli (Teigtaschen) oder chinesischen Pfannkuchen sind köstlich und dazu sehr preiswert.
32) Viertel Isola
Die „Insel“, die durch die Gleise des Bahnhofs Garibaldi vom Zentrum getrennt ist, war früher ein Arbeiterviertel. Heute gehört Isola zu den angesagtesten Gegenden der Stadt – voller Street Art, Handwerkswerkstätten, Jazzclubs und innovativer Restaurants. Hier mischt sich die alte Nachbarschaftsatmosphäre wunderbar mit einer neuen Welle an Kreativität.
Praktischer Tipp: Entdeckt die Street Art im Viertel, besonders rund um die Via Angelo della Pergola. Isola ist außerdem für sein lebhaftes Nachtleben bekannt und eine gute Alternative zum touristischen Zentrum.

Parks und Gärten
33) Parco Sempione
Der größte Park im Zentrum von Mailand liegt hinter dem Castello Sforzesco und wurde im Stil eines englischen Gartens gestaltet. Er ist ideal für einen Spaziergang, ein Picknick oder einfach eine Pause vom Trubel der Stadt. Hier findet ihr einen kleinen See, die Arena Civica und den Aussichtsturm Torre Branca.
Praktischer Tipp: Leiht euch ein Fahrrad und erkundet den Park kreuz und quer. Er ist groß genug für eine angenehme Runde, und gleichzeitig seht ihr dabei alle wichtigen Ecken.

34) Öffentliche Gärten Indro Montanelli (Giardini Pubblici)
Der erste öffentliche Park Mailands ist eine wunderschöne Oase der Ruhe unweit des Zentrums. Er wurde bereits im 18. Jahrhundert angelegt und ist voller romantischer Ecken und alter Bäume. Hier befinden sich auch das Planetarium und das Naturkundemuseum, was den Park zu einem tollen Ort für Familien mit Kindern macht.
Praktischer Tipp: Im Frühling, wenn die Magnolien blühen, ist der Park besonders zauberhaft. Sucht euch eine Bank am kleinen See und beobachtet die Enten und Schildkröten.

35) Botanischer Garten Brera (Orto Botanico di Brera)
Ein verstecktes Juwel hinter dem Palazzo Brera. Dieser kleine, aber bezaubernde Garten aus dem 18. Jahrhundert, gegründet von Maria Theresia, ist ein stiller Rückzugsort mitten im lebhaften Künstlerviertel. Er beherbergt viele exotische Pflanzen und historische Gewächshäuser.
Praktischer Tipp: Der Garten ist ideal für eine kurze Pause nach dem Besuch der oft gut gefüllten Pinacoteca. Die Ruhe und der Duft der Pflanzen sind Balsam für die Seele.
Erlebnisse abseits der Hauptwege
36) QC Termemilano
Möchtet ihr eine Pause vom Sightseeing einlegen? Dann gönnt euch Entspannung in luxuriösen Thermalbädern, die clever in die Überreste alter spanischer Stadtmauern integriert wurden. Es gibt Außen- und Innenpools, Saunen, Ruheräume und sogar eine spezielle Straßenbahn, die zur Sauna umgebaut wurde.
Praktischer Tipp: Reserviert euch den Abendeintritt und erlebt „aperiterme“ – ein Aperitivo im Bademantel, das im Eintrittspreis enthalten ist. Ein wirklich besonderes Erlebnis, vor allem im Winter, wenn aus den heißen Außenpools Dampf aufsteigt. Eine Reservierung weit im Voraus ist ein Muss.
37) Corso Como
Eine modische Straße, die für ihr lebhaftes Nachtleben und ihre Designgeschäfte bekannt ist. Hier befindet sich der berühmte Concept Store 10 Corso Como mit Galerie, Buchhandlung und Dachgarten. Diese Straße verbindet Mode, Design, Kunst und Nachtleben auf perfekte Weise.
Praktischer Tipp: 10 Corso Como ist eine Institution für sich. Auch wenn ihr nicht vorhabt einzukaufen, besucht unbedingt den Dachgarten – eine ruhige grüne Oase mitten auf der belebten Straße.

38) San-Siro-Stadion (Stadio Giuseppe Meazza)
Ein Fußballtempel und die Heimat der beiden berühmten Mailänder Clubs AC Milan und Inter. Außerhalb der Spieltage könnt ihr eine Stadionführung machen und das Museum besuchen. Seine massive Betonkonstruktion und die spiralförmigen Türme machen es zu einer architektonischen Ikone.
Praktischer Tipp: Selbst wenn ihr keine Fußballfans seid, ist die Architektur des Stadions beeindruckend. Versucht, Tickets für ein Spiel zu bekommen, und erlebt die unglaubliche Atmosphäre, die die italienischen Fans (Tifosi) schaffen.
39) Monumentalfriedhof (Cimitero Monumentale)
Dieser Friedhof ist im Grunde eine Galerie unter freiem Himmel. Ihr findet hier eine unglaubliche Menge kunstvoll verzierter Grabstätten und Skulpturen berühmter italienischer Bildhauer – vom Jugendstil bis zum Futurismus. Ein ruhiger und faszinierender Ort, der den Reichtum und die Geschichte der Mailänder Familien widerspiegelt.
Praktischer Tipp: Der Eintritt ist kostenlos. Nehmt euch am Eingang einen Plan mit, der euch auf die bedeutendsten und interessantesten Grabstätten hinweist, darunter das Grabmal der Familie Campari in Form des Letzten Abendmahls.

40) Aussichtsturm Torre Branca
Der Stahlturm im Parco Sempione, entworfen vom berühmten Designer Gio Ponti, bietet einen der besten 360°-Ausblicke auf Mailand. Er wurde 1933 erbaut und gilt als echtes Kunstwerk. Mit dem Aufzug gelangt ihr zur Aussichtsplattform in 108 Metern Höhe.
Praktischer Tipp: Besucht den Turm an einem klaren Tag, wenn ihr in der Ferne die Alpen sehen könnt. Am Abend ist der Blick auf die beleuchtete Stadt wiederum absolut magisch.

41) Darsena (Stadthafen)
Der umgestaltete alte Hafen an der Stelle, an der die Navigli-Kanäle zusammenfließen. Einst ein geschäftiger Handelsplatz, ist er heute ein moderner öffentlicher Raum mit Promenaden, Märkten und Sitzbereichen. Ein lebendiger Ort, beliebt für Spaziergänge und zum Entspannen am Wasser, besonders an warmen Sommerabenden.
Praktischer Tipp: An der Darsena finden häufig verschiedene Veranstaltungen und Festivals statt, besonders im Sommer. Außerdem gibt es hier eine Markthalle (Mercato Comunale), in der ihr lokale Spezialitäten probieren könnt.

42) Leonardos Weinberg (La Vigna di Leonardo)
Direkt gegenüber der Kirche Santa Maria delle Grazie befindet sich das Haus Atellani mit einem wunderschönen Garten, in dem der Weinberg wiederhergestellt wurde, den Leonardo da Vinci einst von Herzog Ludovico Sforza geschenkt bekam. Es ist ein kleiner, aber faszinierender Einblick in Leonardos Privatleben in Mailand, wo er fast 20 Jahre verbrachte.
Praktischer Tipp: Der Besuch lässt sich ideal mit der Besichtigung des Letzten Abendmahls verbinden. Tickets könnt ihr auch vor Ort kaufen, aber eine Online-Reservierung ist sicherer.

43) Palazzina Liberty
Ein wunderschönes Gebäude im italienischen Jugendstil (bekannt als Liberty), das einst als Café und Konzertsaal für den angrenzenden Markt diente. Ein echtes Highlight für Architekturliebhaber, mit reicher floraler und keramischer Verzierung.
Praktischer Tipp: Heute dient das Gebäude als Sitz einer Musikschule und ist normalerweise nicht zugänglich. Trotzdem lohnt sich ein Spaziergang dorthin, um die wunderschöne Fassade und die Verzierungen von außen zu bewundern – ein verstecktes architektonisches Juwel.
44) Casa Museo Boschi Di Stefano
Ein Wohnmuseum, das eine private Sammlung italienischer Kunst des 20. Jahrhunderts bewahrt. Ihr seht Werke von Futuristen und anderen modernen Künstlern in der ursprünglichen Umgebung der Wohnung, in der die Sammler lebten. Es bietet einen einzigartigen und intimen Blick auf Kunst – ganz anders als in den großen Galerien.
Praktischer Tipp: Der Eintritt ist kostenlos. Achtet nicht nur auf die Gemälde, sondern auch auf die originalen Möbel und das Design berühmter italienischer Designer jener Zeit.
45) Highline Galleria
Ein Spaziergang über die Dächer der Einkaufspassage Galleria Vittorio Emanuele II. Er bietet einen einzigartigen Blick aus nächster Nähe auf die Architektur der Galerie sowie beeindruckende Ausblicke auf die Piazza del Duomo und die Skyline der Stadt. So könnt ihr dieses architektonische Meisterwerk aus einer völlig neuen Perspektive erleben.
Praktischer Tipp: Die ideale Besuchszeit ist zum Sonnenuntergang, wenn das Licht am schönsten ist. Diese Attraktion ist weniger bekannt als das Dach des Doms, daher sind hier meist weniger Menschen unterwegs.
46) Hauptbahnhof (Stazione Centrale)
Auch wenn ihr gar nicht mit dem Zug reisen möchtet, ist der Mailänder Hauptbahnhof einen Besuch wert. Er ist nicht nur ein Verkehrsknotenpunkt, sondern ein monumentales architektonisches Schmuckstück. Seine riesige und prachtvolle Halle aus den 1930er-Jahren ist eine beeindruckende Mischung aus Art déco, Liberty und faschistischer Monumentalität, die euch den Atem rauben wird.
Praktischer Tipp: Betretet die große Abfahrtshalle und lasst die gewaltigen Dimensionen sowie die kunstvollen Details an Decke und Wänden auf euch wirken. Es ist einer der majestätischsten Bahnhöfe Europas.

47) Fahrt mit einer historischen Straßenbahn
In Mailand sind noch immer mehrere historische Straßenbahnlinien mit Wagen aus den 1920er-Jahren in Betrieb. Das ist eine stilvolle und günstige Möglichkeit, die Stadt aus einer anderen Perspektive zu entdecken – inklusive des typischen Ratterns und Klingelns. Ihr braucht dafür nur ein normales Ticket für den öffentlichen Nahverkehr.
Praktischer Tipp: Besonders die Linien 1 und 10 fahren an vielen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei, wie dem Dom, der Scala oder dem Arco della Pace. Steigt ein und genießt die kleine Stadtrundfahrt.

48) Aperitivo
Eine Mailänder Tradition, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Zwischen 18 und 21 Uhr bestellt ihr in vielen Bars einen Drink und bekommt Zugang zu einem reichhaltigen Buffet. Dieser Brauch entstand ursprünglich, um den Appetit vor dem Abendessen anzuregen, dient heute aber oft als komplette Mahlzeit.
Praktischer Tipp: Die besten Orte für Aperitivo findet ihr in den Vierteln Navigli und Brera. Die Preise liegen bei etwa 10–15 EUR für einen Drink mit Essen – das kann also auch als günstiges und leckeres Abendessen dienen.

Wo in Mailand übernachten:
- Centro Storico (Historisches Zentrum): Für den ersten Besuch und alle, die mitten im Geschehen sein möchten. Ihr wohnt nur wenige Schritte vom Dom und den wichtigsten Sehenswürdigkeiten entfernt, allerdings zu höheren Preisen und im größten Trubel. Ein versteckter Hotelschatz ist das Hotel Gran Duca Di York. Preislich günstiger sind die Xenia Apartments.
- Brera: Das böhmische und künstlerische Herz Mailands. Ideal für Romantiker, die malerische Kopfsteinpflastergassen, Galerien und stilvolle Restaurants lieben. Eine elegante, aber teurere Wahl. Ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis bieten die Apartments Charming Milan Apartments Brera.
- Navigli: Für Liebhaber von Nachtleben und einzigartiger Atmosphäre. Ein Viertel voller Bars, Restaurants und Kanäle, das beim abendlichen Aperitivo zum Leben erwacht. Super für junge Reisende, nachts kann es aber laut werden. Ein schönes Hotel am Kanal ist das Art Hotel Navigli.
- Stazione Centrale (Hauptbahnhof): Eine praktische und preiswerte Wahl. Perfekte Verkehrsanbindung zum Flughafen und für Zugausflüge durch Italien. Die Umgebung des Bahnhofs selbst hat wenig Charme, bietet aber die besten Hotelpreise. Das MILANO CENTRALE BUENOS AIRES wird euch zu einem tollen Preis gefallen.
- Porta Nuova / Isola: Die moderne und trendige Seite Mailands. Ideal für alle, die sich für zeitgenössische Architektur, Business und stylishe Bars interessieren. Ihr seid hervorragend an die Metro angebunden und nah am Viertel Isola mit seiner kreativen Atmosphäre. Unterkunft zu einem super Preis bietet das MEININGER Milano Garibaldi.
Worauf ihr in Mailand achten solltet: Die häufigsten Touristenfallen
Mailand hat leider auch seine Schattenseiten, auf die ihr achten solltet. Besonders auf der Piazza del Duomo und in der Umgebung könnt ihr auf einige typische Touristenfallen stoßen (und glaubt uns: Die italienischen Einheimischen sind darauf nicht stolz).
1) Vorsicht vor dem bekanntesten Trick: den „Freundschaftsarmbändern“ (wir wussten leider nichts davon).
Ein scheinbar freundlicher Straßenverkäufer, in den allermeisten Fällen afrikanischer Herkunft, kommt auf euch zu, beginnt ein Gespräch und bietet euch ein Armband als „Geschenk“ oder „Glücksbringer“ an. Sobald er es euch jedoch schnell ums Handgelenk gebunden hat, sodass es sich nicht leicht abnehmen lässt, ist es kein Geschenk mehr – und er fordert aggressiv Geld. Die beste Verteidigung ist Vorbeugung: Stellt überhaupt keinen Blickkontakt her, lasst euch nicht in ein Gespräch verwickeln, lasst euch nichts ans Handgelenk binden und geht mit einem entschiedenen „No, grazie“ (Nein, danke) weiter.
Aus unserer Erfahrung muss ich sagen, dass wir uns überhaupt nicht sicher gefühlt haben. Vor allem hatten wir das Armband plötzlich am Handgelenk, ohne zu wissen wie. Wir wollten es abnehmen und zurückgeben, aber es ging nicht. Dieser afrikanische Kerl schrie „fuck you“ über den ganzen Platz und war ziemlich aggressiv.
2) Ein zweiter häufiger Trick auf demselben Platz ist das Anbieten von Mais für die Tauben.
Jemand bietet euch Körner an oder schüttet sie euch sogar ungefragt in die Hand. Sofort fliegen Tauben auf euch zu, was für ein Foto interessant aussehen kann – doch sobald alles vorbei ist, verlangt der Verkäufer für die Handvoll Mais einen überhöhten Betrag. Auch hier gilt: höflich, aber bestimmt ablehnen und euch nichts aufdrängen lassen.
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