Madeira Reiseführer: Tipps, Karte und die besten Highlights (2026)

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Madeira – die Insel des ewigen Frühlings, der grünen Berge, Levadas und Atlantikwellen. Schon beim ersten Blick aus dem Flugzeugfenster weiß man: Das ist ein Ort, in den man sich verlieben wird. Erwartet keine Karibik, sondern eine Insel voller Abenteuer, dramatischer Landschaften und atemberaubender Ausblicke.

Egal, ob ihr Wanderungen mit märchenhaften Ausblicken liebt, hervorragendes Essen und Wein probieren möchtet oder einfach einen Urlaub in wunderschöner Natur genießen wollt – Madeira hat unglaublich viel zu bieten. Wir haben die Insel kreuz und quer erkundet und geben euch in diesem Artikel alle praktischen Tipps weiter, die wir selbst genutzt haben – damit eure Reise unvergesslich wird.

Madeira-Karte mit allen interessanten Orten

Hier haben wir eine detaillierte Madeira-Karte für euch vorbereitet – mit allen wichtigen Orten, die sich auf eurer Reise über Madeira lohnen.

Ihr könnt die Karte direkt in Google Maps öffnen oder exportieren und in eine der mobilen Apps Locus Map oder Mapy.cz hochladen. So könnt ihr die Karte komplett offline nutzen!

Madeira-Karte mit allen interessanten Orten

Warum nach Madeira reisen – was euch hier erwartet

Madeira ist kein typisches „Strandziel“ – hierher kommt man wegen der Natur, zum Wandern und für einen aktiven Erholungsurlaub:

  • Wandern entlang der Levadas und in den Bergen – Die einzigartigen Bewässerungskanäle, die Levadas, durchziehen die ganze Insel und sind gleichzeitig fantastische Wanderwege. Entlang der Levadas führen unzählige Routen in allen Schwierigkeitsgraden – von entspannten Spaziergängen bis zu abenteuerlichen Gratwanderungen.
  • Unglaublich vielfältige Natur – Subtropische Wälder, darunter der UNESCO-geschützte Laurisilva, dramatische Klippen, vulkanische Formationen, Wasserfälle, Lavapools … Auf einer einzigen Insel erlebt ihr gefühlt alle Landschaftstypen.
  • Wal- und Delfinbeobachtung – Der Atlantik rund um Madeira ist voller Leben – das ganze Jahr über könnt ihr mit dem Boot hinausfahren, um Delfine und manchmal sogar Wale zu beobachten.
  • Gastronomie und Madeirawein – Typische Spezialitäten wie espada com banana (Fisch mit Banane), frisches Obst, das leckere Fladenbrot bolo do caco und natürlich der berühmte Madeirawein.
  • Naturpools und Baden – Auch wenn es hier keine typischen Sandstrände gibt, bieten Porto Moniz und Seixal wunderschöne Naturpools. Und in Calheta findet ihr sogar einen Strand mit importiertem Sand.
  • Entspannung und Ruhe – Dank des angenehmen Klimas, der wunderschönen Natur und weniger Touristen (im Vergleich z. B. zu den Kanaren) ist Madeira ein großartiger Ort für einen ruhigen Urlaub oder einen Digital Detox.
Warum nach Madeira reisen – was euch hier erwartet

Wann nach Madeira reisen – Wetter auf Madeira

Dank seines subtropischen Klimas ist Madeira fast das ganze Jahr über ein ideales Reiseziel. Die Temperaturen liegen selbst im Winter bei etwa 17–20 °C, im Sommer bei rund 24–26 °C.

  • Winter (Dezember–Februar) – ideal, um dem europäischen Winter zu entfliehen. Es regnet zwar häufiger, aber die Temperaturen sind angenehm.
  • Frühling (März–Mai) – blühende Natur, tolle Bedingungen zum Wandern und weniger Touristen.
  • Sommer (Juni–August) – die wärmste Zeit des Jahres, dank des Atlantikwinds aber angenehm und ideal zum Baden.
  • Herbst (September–November) – warmes Meer, schönes Wetter und Weinlese.

Die beste Reisezeit

Für uns sind Frühling und Herbst ideal – wegen der niedrigeren Preise, weniger Menschen und großartigen Bedingungen zum Wandern. Persönlich würde ich den Mai wählen, wenn alles, inklusive der botanischen Gärten, in voller Blüte steht. Wenn ihr aber baden und Sommerstimmung genießen möchtet, ist auch der Sommer super (bucht eure Unterkunft nur rechtzeitig!).

Events und Festivals

  • Festa da Flor (Blumenfestival) – Mai, wunderschöne Blumenumzüge in Funchal.
  • Atlantik-Festival – Juni, Feuerwerksshows und Konzerte.
  • Festa do Vinho da Madeira (Weinfest) – September, Erntefeiern und Verkostungen.
  • Silvester in Funchal – eines der größten Feuerwerke Europas!
Wann nach Madeira reisen - Wetter auf Madeira

Anreise nach Madeira und Fortbewegung auf der Insel

Mit dem Flugzeug nach Madeira

Nach Madeira (Flughafen Funchal – FNC) gibt es Flüge aus den meisten europäischen Städten.

  • Ab Prag gibt es Direktflüge (meist saisonal – z. B. Smartwings) oder Verbindungen mit einem Zwischenstopp (Lufthansa, TAP Portugal, KLM).
  • Der Flug dauert ca. 4–5 Stunden (direkt) oder etwa 7–8 Stunden mit Zwischenstopp.

TIPP: Günstigere Flüge findet ihr manchmal ab umliegenden Flughäfen (Wien, Berlin oder Frankfurt). Wir empfehlen, die Preise über Skyscanner im Blick zu behalten – am besten richtet ihr euch gleich einen Preisalarm ein.

Zwischenstopps und Stopover

Überlegt euch zum Beispiel einen Zwischenstopp in Lissabon oder Porto – oft lässt sich der Flug gut kombinieren, sodass ihr unterwegs auch noch das portugiesische Festland kennenlernen könnt. Von uns gibt es auf jeden Fall eine klare Empfehlung für Porto!

Mietwagen – die beste Art, die Insel zu erkunden

Die flexibelste und bequemste Möglichkeit, Madeira zu entdecken, ist ein eigenes Auto. Damit kommt ihr auch in die abgelegensten Ecken der Insel und könnt jederzeit anhalten, wenn euch danach ist.

  • Wir empfehlen die Buchung über Rentalcars oder DiscoverCars – dort könnt ihr Angebote von Dutzenden Autovermietungen vergleichen.
  • Ein kleines Auto reicht völlig aus, die Straßen sind oft schmal. Aber Achtung – auf Madeira geht es teilweise wirklich steil bergauf, also seid vorbereitet. Die Preise starten bei etwa 30 € pro Tag, in der Hauptsaison entsprechend höher.

Mit dem Bus auf Madeira

Madeira hat zwar ein Busnetz, allerdings fahren die Busse nicht immer und nicht überall. Die Verbindungen sind unregelmäßig, eher selten und am Wochenende oft eingeschränkt. Wenn ihr Busse nutzen möchtet, solltet ihr unbedingt im Voraus planen!

  • Rund um Funchal fährt Horários do Funchal, im Rest der Insel dann Rodoeste und SAM.

Taxi und Bolt

  • Bolt funktioniert vor allem in Funchal und Umgebung und ist günstiger als ein klassisches Taxi.
  • Taxis sind teurer, aber zuverlässig und holen euch praktisch überall ab. Fahrten in abgelegenere Gegenden können 30–60 € kosten.

 Fährverbindungen

Von Madeira gibt es Fähren zur Nachbarinsel Porto Santo – die Überfahrt dauert 2,5 Stunden und startet im Hafen von Funchal. Eine Fährverbindung zum portugiesischen Festland (z. B. Lissabon) gibt es aktuell nicht – die Anreise erfolgt ausschließlich per Flugzeug.

Anreise nach Madeira und Fortbewegung auf der Insel

Übernachten auf Madeira – die besten Regionen

Madeira bietet eine große Auswahl an Unterkünften – von familiengeführten Pensionen bis zu luxuriösen Hotels. Welche Gegend die richtige ist, hängt davon ab, was ihr vorhabt:

Funchal – die ideale Ausgangsbasis

  • Die Hauptstadt der Insel, in der du allen Komfort und jede Menge Abwechslung findest – Restaurants, Märkte, Promenade, Hafen und Zugang zu Wanderungen. Perfekt für alle, die kein Auto mieten möchten und Ausflüge mit organisiertem Transfer nutzen wollen.
  • Wir empfehlen Funchal als Startpunkt für die ersten 2–3 Nächte.

Unsere Empfehlungen:

Übernachten auf Madeira – die besten Regionen

Calheta – Ruhe und Sonne

Der sonnigere Westen der Insel mit Sandstrand, ideal zum Entspannen und für Familien. Außerdem ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen im Westen (Rabaçal, Levadas, Paul da Serra).

Unsere Empfehlungen:

Santana – das traditionelle Madeira

Der Nordosten der Insel mit den typischen dreieckigen Häusern und wunderschöner Natur. Ideal, wenn ihr ein authentisches Erlebnis und die Nähe zu Levadas sucht.

Unsere Empfehlungen:

Übernachten auf Madeira – die besten Regionen

Porto Moniz / Seixal – Naturpools und Klippen

Der Nordwesten der Insel – weniger touristisch und perfekt, um Natur zu entdecken und einen ruhigen Urlaub zu genießen.

Unsere Empfehlungen:

Übernachten auf Madeira – die besten Regionen

Was man auf Madeira erleben kann

1. Canyoning

Madeira ist im Grunde ein Mekka für Canyoning-Fans (wir haben hier 10 Tage am Stück praktisch nichts anderes gemacht) – probiert natürliche Wasserrutschen, Sprünge in Pools und das Abseilen an Wasserfällen aus. Lokale Guides kennen die passenden Canyons sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene.

Was man auf Madeira erleben kann

2. Delfin- und Walbeobachtung

Madeira gehört zu den besten Orten in Europa, um Meeressäuger zu beobachten. Während einer Bootstour kannst du Delfine, Wale und weitere Meeresbewohner sehen.

3. Bootsausflug – Romantik und Entspannung auf dem Meer

Entdecke die Schönheit Madeiras vom Meer aus – ob bei Sonnenuntergang oder tagsüber.

Was man auf Madeira erleben kann

4. Verkostung von Madeirawein

Madeirawein ist weltberühmt. Besucht lokale Weingüter, probiert verschiedene Sorten und lernt den Herstellungsprozess kennen.

  • Halbtagestour: Nehmt an einer Weinverkostung mit Besuch von Weinbergen und Kellern teil.
  • Ganztägiges Erlebnis: Für einen tieferen Einblick wählt ihr einen Ganztagesausflug mit Mittagessen und mehreren Stopps.
Was man auf Madeira erleben kann

5. Jeep-Safari – Abenteuer abseits der Hauptstraßen

Entdeckt versteckte Ecken Madeiras während einer Fahrt im Geländewagen. Ihr fahrt über Bergwege, besucht abgelegene Dörfer und genießt panoramische Ausblicke.

  • Norden der Insel: Erkundet den nördlichen Teil bei einer Jeep-Safari.
  • West-Madeira: Entdeckt den westlichen Teil der Insel. Euch erwarten Câmara de Lobos, der Wasserfall Véu da Noiva und die natürlichen Pools von Porto Moniz mit einem Guide auf dieser hervorragend bewerteten Tour.
Was man auf Madeira erleben kann

 6. Kulinarische Erlebnisse – probiere Madeira

Lernt die lokale Küche bei kulinarischen Touren kennen. Probiert traditionelle Gerichte, besucht Märkte und Restaurants mit einem Guide.

  • Food Tour: Nehmt an einer Tour mit Verkostungen in verschiedenen Lokalen teil.

7. Fahrt mit den Korbschlitten in Funchal

Ein traditioneller Spaß, den ihr so kaum irgendwo anders erlebt – eine Fahrt auf hölzernen Korbschlitten über Asphalt vom Hügel Monte hinunter Richtung Funchal. Zwei „Carreiros“ steuern euch über die kurvige Straße, während ihr eine unterhaltsame Fahrt mit historischem Flair genießt. Eine Fahrt kostet etwa 35 Euro.

Was man auf Madeira erleben kann

8. Besuch des Botanischen Gartens

Madeira ist für seine reiche Flora bekannt, und eine der schönsten Kostproben davon findet ihr genau hier. Der Botanische Garten in Funchal bietet nicht nur Dutzende Blumen- und Baumarten, sondern auch wunderschöne Ausblicke auf die Stadt und den Ozean.

Was man auf Madeira erleben kann

Was man auf Madeira sehen kann – die schönsten Orte, die du nicht verpassen darfst

Für Leser, die wirklich nichts verpassen möchten, haben wir einen ausführlichen Artikel zu 37 Orten vorbereitet: Madeira: 37 fantastische Orte, die ihr sehen müsst!

Für alle anderen gibt es hier eine schnelle Zusammenfassung:

1. Pico do Arieiro (1818 m)

Der Pico do Arieiro ist der zweithöchste Gipfel der Insel (mit dem Auto kommt ihr bis ganz nach oben). Der Sonnenaufgang hier gehört zu den größten Erlebnissen auf Madeira – vor allem, wenn unter euch ein Meer aus Wolken liegt.

Was man auf Madeira sehen kann – die schönsten Orte, die du nicht verpassen darfst

2. Ponta de São Lourenço

São Lourenço ist die Halbinsel an der östlichen Spitze Madeiras. Sie gehört zu den fotogensten und zugleich am leichtesten zugänglichen Wanderungen – eine trockene, farbenfrohe Landschaft im Kontrast zum blauen Ozean. Ein toller Ort für eine kürzere Wanderung, die auch weniger geübte Wanderer schaffen. Ideal ist es, früh am Morgen oder zum Sonnenuntergang aufzubrechen.

Was man auf Madeira sehen kann – die schönsten Orte, die du nicht verpassen darfst

3. Funchal

Die Hauptstadt Madeiras hat einiges zu bieten – historisches Zentrum, botanische Gärten, Hafen, Seilbahn nach Monte und den berühmten Mercado dos Lavradores (passt dort aber auf das überteuerte Obst auf!). Funchal ist ein großartiger Ort, um die Insel zum ersten Mal kennenzulernen und abends an der Promenade spazieren zu gehen.

Was man auf Madeira sehen kann – die schönsten Orte, die du nicht verpassen darfst

4. Porto Moniz

Porto Moniz liegt an der Nordwestküste und ist für seine natürlichen Lavapools bekannt, die ideal zum Baden sind. Das Wasser ist klar, die Ausblicke sind atemberaubend und baden könnt ihr hier sogar dann, wenn der Atlantik wild ist. Auch für Familien oder zum Entspannen nach einer Wanderung ist es ein toller Ort.

Was man auf Madeira sehen kann – die schönsten Orte, die du nicht verpassen darfst

5. Santana

Santana ist ein traditionelles Dorf mit den typischen bunten Häuschen mit schrägen Strohdächern – ein Symbol Madeiras. Die Umgebung eignet sich perfekt für Ausflüge in die Natur, und ihr bekommt hier einen Einblick in die Geschichte und das ländliche Leben auf der Insel.

Was man auf Madeira sehen kann – die schönsten Orte, die du nicht verpassen darfst

6. Fanal

Fanal ist ein magischer Wald mit uralten Lorbeerbäumen, der oft in Nebel gehüllt ist. Dieser Ort hat fast eine märchenhafte Atmosphäre und ist ideal für Fotografen, Ruhesuchende und Familien mit Kindern. In der Umgebung findet ihr mehrere markierte Wege sowie Weiden mit frei grasenden Kühen.

Was man auf Madeira sehen kann – die schönsten Orte, die du nicht verpassen darfst

7. Camara de Lobos

Ein malerisches Fischerdorf mit farbenfrohen Booten und entspannter Atmosphäre. Churchill kam hierher zum Malen, und ihr solltet unbedingt für eine Poncha vorbeischauen – denn genau von hier stammt dieses Getränk. Ein idealer Ort für einen Stopp am Abend oder ein Mittagessen mit Blick auf die Bucht.

Was man auf Madeira sehen kann – die schönsten Orte, die du nicht verpassen darfst

8. Cabo Girão

Eine der höchsten Meeresklippen Europas (580 m) bietet einen großartigen Blick auf die Südküste Madeiras und den Ozean. Die Aussichtsplattform hat einen Glasboden – also nichts für schwache Nerven, aber die Ausblicke sind spektakulär und die Anfahrt sehr einfach.

Was man auf Madeira sehen kann – die schönsten Orte, die du nicht verpassen darfst

9. Curral das Freiras

Das sogenannte Nonnental – ein Dorf, das tief zwischen den Bergen versteckt liegt. Es wirkt wie eine verlorene Welt und strahlt viel Ruhe aus. Auch den Aussichtspunkt Eira do Serrado solltet ihr besuchen, von dem aus sich ein Blick über das gesamte Tal eröffnet. Die Gegend ist auch historisch interessant – Frauen aus Funchal versteckten sich hier einst vor Piraten.

Was man auf Madeira sehen kann – die schönsten Orte, die du nicht verpassen darfst

10. Seixal

Seixal liegt an der Nordküste und bietet einen schwarzen Vulkanstrand mit fantastischem Blick auf grüne Klippen. Es gibt hier auch einen kleineren Naturpool und einen Wasserfall, der direkt ins Meer stürzt. Ein toller Ort zum Baden abseits der Touristenmassen.

Was man auf Madeira sehen kann – die schönsten Orte, die du nicht verpassen darfst

Die schönsten Wanderungen auf Madeira

1. Pico do Arieiro → Pico Ruivo (PR1)

Das ist die ikonischste Wanderung auf Madeira. Die Route führt über den Berggrat zwischen den zwei höchsten Gipfeln der Insel (Arieiro – 1818 m und Ruivo – 1862 m). Euch erwarten atemberaubende Ausblicke, schroffe Gipfel, Tunnel, schmale Wege und steile Treppen. Bei gutem Wetter ist es ein echtes Fest für die Augen – die Berge schweben über den Wolken, das Licht verändert sich dramatisch und hinter jeder Kurve wartet ein neuer Ausblick.
Die Wanderung ist anspruchsvoller (ca. 10 km hin und zurück, 800 m Höhenunterschied), aber absolut unvergesslich. Wir empfehlen, früh am Morgen zu starten – wegen des Wetters und weil dann weniger Menschen unterwegs sind.

Die schönsten Wanderungen auf Madeira

2. Levada das 25 Fontes und Risco (PR6 und PR6.1)

Eine der beliebtesten Levada-Wanderungen führt durch das grüne Tal von Rabaçal bis zum malerischen Wasserfall 25 Fontes und zum imposanten Risco-Wasserfall. Sie ist ideal für alle, die eine typische Levada erleben möchten – also einen Bewässerungskanal, gesäumt von üppiger Vegetation und schönen Ausblicken.
Der Weg ist angenehm (insgesamt ca. 8–10 km) und mit durchschnittlicher Kondition gut machbar. Rechnet aber damit, dass die Route sehr beliebt ist – daher gilt auch hier: möglichst früh kommen oder erst am späten Nachmittag.

Levada das 25 Fontes und Risco (PR6 und PR6.1)
Levada das 25 Fontes und Risco (PR6 und PR6.1)

3. Ponta de São Lourenço (PR8)

Diese Wanderung bringt euch an die Ostspitze Madeiras – in eine völlig andere, trockene Landschaft voller Farben, Wind und Felsen. Klassisches Grün und Wälder fehlen hier, dafür bietet die Route wilde Klippen, den Ozean auf beiden Seiten und Ausblicke bis zu den Nachbarinseln.
Die Strecke ist nicht schwierig (ca. 7 km hin und zurück) und gehört definitiv zu den fotogensten Orten der Insel. Auch für weniger geübte Wanderer eine großartige Wahl.

Die schönsten Wanderungen auf Madeira

4. Levada do Caldeirão Verde (PR9)

Wenn du dir eine magische Wanderung durch einen nebligen Lorbeerwald wünschst, ist diese Route genau richtig für dich. Sie führt entlang einer schmalen Levada tief ins Tal hinein, durch mehrere Tunnel (Stirnlampe mitnehmen!) und am Ende wartet ein hoher Wasserfall in einem Amphitheater aus grünen Felswänden auf dich.
Insgesamt legst du etwa 13 km hin und zurück zurück, aber der Höhenunterschied ist minimal – die Tour lässt sich also auch ohne Top-Kondition gut bewältigen. Feuchtigkeit, Farne und Vögel schaffen hier eine Atmosphäre wie aus Jurassic Park.

Die schönsten Wanderungen auf Madeira

5. Levada do Alecrim / Lagoa do Vento

Eine weniger bekannte, aber wunderschöne Route in der Gegend von Rabaçal. Sie führt ruhig entlang einer Levada und bringt dich schließlich bis zum kleinen See Lagoa do Vento. Eine tolle Alternative zur berühmten 25 Fontes, wenn du es etwas ruhiger haben möchtest.
Die Länge beträgt ungefähr 7–8 km und das Gelände ist nicht anspruchsvoll. Wir empfehlen, die Tour mit einer weiteren Route in der Umgebung zu kombinieren.

6. Fanal – Lorbeerwald

In der Gegend von Fanal gibt es nicht die eine konkrete Route, sondern eher ein Netz aus Wegen und Levadas, die sich unterschiedlich kombinieren lassen. Du kannst einen kurzen Spaziergang über Weiden und zwischen uralten, in Nebel gehüllten Bäumen machen – oder auch eine längere Wanderung, zum Beispiel zur Levada Ribeira da Janela.
Ein idealer Ort für ein Picknick, zum Fotografieren oder für einen ruhigen Nachmittagsspaziergang abseits der Menschenmassen.

Die schönsten Wanderungen auf Madeira

Madeira-Durchquerung

Wenn ihr Fans von Fernwanderwegen seid, gefällt euch vielleicht auch die Langstreckenroute, zu der wir einen kompletten Guide geschrieben haben: Madeira-Durchquerung: Alles über den Trek (Karte, Übernachten + Tipps)

Die schönsten Wanderungen auf Madeira

Die besten Strände und Badeplätze auf Madeira

Auf Madeira findet ihr keine langen weißen Strände wie in den Tropen, aber dennoch viele wunderschöne Orte zum Baden – von natürlichen Lavapools bis zu Sandbuchten mit goldenem oder schwarzem Sand. Wenn ihr euch von den Wanderungen etwas erholen oder einfach Sonne und Meer genießen möchtet, wählt einen dieser bewährten Spots:

Porto Moniz – natürliche Lavapools

Der bekannteste Badeort der Insel. Die Pools sind in Lavaformationen entstanden und werden direkt vom Ozean gefüllt – das Wasser ist sauber, ruhig und das Baden auch bei stärkerer Brandung absolut sicher. Vor Ort gibt es Infrastruktur wie Duschen, Umkleiden und Liegen. Der Eintritt in den bewachten Bereich kostet ca. 3 €, es gibt aber auch kleinere frei zugängliche Becken.

Die besten Strände und Badeplätze auf Madeira

Seixal – schwarzer Vulkanstrand mit Klippen

Dieser Strand mit feinem schwarzem Sand gehört zu den fotogensten auf Madeira. Er liegt an der Nordküste und bietet einen wunderschönen Kontrast zwischen der dunklen Küste und den dramatischen grünen Klippen. Er ist ideal zum Baden und Fotografieren, außerdem findet ihr hier auch einen kleinen Naturpool und einen Wasserfall, der direkt ins Meer stürzt.

Calheta – goldener Sand aus Marokko

Einer der wenigen Sandstrände auf Madeira, künstlich angelegt und durch Wellenbrecher geschützt. Dank des ruhigen Wassers eignet er sich auch für Kinder oder weniger geübte Schwimmer. Der Strand liegt in einer Resortgegend, daher habt ihr alles in der Nähe – von Restaurants bis zu Umkleidemöglichkeiten.

Machico – ruhiger Sandstrand nahe dem Flughafen

Der kleinere Sandstrand beim Städtchen Machico eignet sich für einen entspannten Nachmittag – egal ob zu Beginn des Urlaubs oder zum Abschluss. Auch hier ist der Sand künstlich, das Wasser angenehm warm und die Umgebung weniger touristisch als in Calheta.

Die besten Strände und Badeplätze auf Madeira

Doca do Cavacas & Ponta Gorda – Pools in Funchal

Wenn ihr von der Stadt aus nicht weit fahren möchtet, besucht diese Meerwasserpools direkt in Funchal. Der Eintritt ist günstig und die Anlagen sind ideal zum Entspannen nach einer Stadtbesichtigung. Von einigen Stellen aus seht ihr hier sogar den Sonnenuntergang über dem Ozean.

Caniçal – wilder Strand für Ruhesuchende

Im Osten Madeiras findet ihr einen weniger bekannten, natürlichen Strand in der Nähe des Städtchens Caniçal. Er ist kieselig, oft fast menschenleer und eher für erfahrenere Schwimmer geeignet. Wenn ihr Ruhe sucht, ist das genau der richtige Ort.

Was man auf Madeira probieren sollte – Gastronomie und Getränke

Madeira hat seine ganz eigene, stolze Küche – und es lohnt sich definitiv, sie zu entdecken. Sie kombiniert die Aromen des Atlantiks, portugiesische Klassiker und tropische Früchte von der Insel. Egal ob ihr Fleisch liebt, Meeresfrüchte mögt oder vegetarisch esst: Hier findet jeder etwas Passendes.

Typische Gerichte aus Madeira

Espada com banana
Schwarzer Tiefsee-Degenfisch, der aussieht wie aus einem Horrorfilm, aber großartig schmeckt. Er wird mit gegrillter Banane serviert – eine überraschend harmonische Kombination.

Espetada
Rindfleischspieß auf einem Lorbeerzweig, gegrillt und mit Salz, Knoblauch und Maisbrei (milho frito) serviert. Ein traditionelles Gericht, vor allem auf dem Land.

Bolo do caco
Rundes Brot, das auf Stein gebacken wird – heiß serviert mit Knoblauchbutter. Perfekt als Vorspeise oder Streetfood.

Lapas
Gegrillte Napfschnecken mit Knoblauch und Zitrone – direkt in der heißen Pfanne serviert. Ideal mit Wein oder Poncha.

Picado
In Stücke geschnittenes Rindfleisch, serviert in einer großen Schüssel zum Teilen, oft mit Pommes oder Brot.

Pastel de Nata

Ein ikonisches portugiesisches Dessert, das ihr schon nach dem ersten Bissen lieben werdet. Es handelt sich um ein kleines Blätterteigtörtchen, gefüllt mit feiner Eigelbcreme, oft mit Zimt und Zucker bestreut. Auf Madeira findet ihr es fast in jeder Bäckerei oder jedem Café – am besten frisch gebacken und noch warm.

Was man auf Madeira probieren sollte – Gastronomie und Getränke

Was man auf Madeira trinken sollte

Madeirawein
Süßer, verstärkter Wein mit langer Geschichte. Er ähnelt Portwein, aber wir persönlich finden, dass Madeirawein sogar noch besser ist! Weinverkostungen sind ein Erlebnis für sich.

Was man auf Madeira probieren sollte – Gastronomie und Getränke

Poncha
Traditioneller Insel-Drink aus Zuckerrohr, Honig und Zitrone (oder Maracuja). Ebenfalls richtig gut! Klein, aber stark. Jede Bar hat ihre eigene Variante.

Was man auf Madeira probieren sollte – Gastronomie und Getränke

Maracujasaft und frische Säfte
Aus tropischen Früchten, die hier buchstäblich an jeder Ecke wachsen – probiert unbedingt Passionfruit, Mango oder Papaya.

Restaurant-Tipps

  • Armazém do Sal (Funchal) – moderne Interpretation der traditionellen Küche. Perfekt für ein Abendessen mit Wein.
  • Restaurante Santo António (Camara de Lobos) – die beste Espetada der Insel.
  • O Tasco (Funchal) – ungezwungen, aber hervorragende lokale Küche, auch bei Einheimischen beliebt.
  • Food-Tour in Funchaleine Tour mit Verkostungen bringt euch zu den besten Lokalen.

Preise, Geld und Bezahlen auf Madeira

Währung: Euro (€)

Das Preisniveau auf Madeira ist sehr ähnlich wie bei uns. In den Geschäften findet ihr fast die gleichen Preise – manches wird euch günstiger vorkommen (z. B. Obst, Fisch oder Espresso), andere Dinge sind ein kleines bisschen teurer. Kaffee kostet hier etwa 1 €, was jeden Koffeinliebhaber freuen dürfte.

Restaurants und Dienstleistungen

In normalen Restaurants solltet ihr mit Preisen rechnen, die etwas höher sind als in Tschechien – ein Hauptgericht kostet etwa 10–15 €, Fisch etwas mehr. In touristischen Gegenden (vor allem Funchal) steigen die Preise, aber trotzdem kann man hier noch vernünftig essen.

Die teuersten Posten im Budget sind allerdings Unterkunft und Mietwagen – besonders in der Hauptsaison. Die Preise für Mietwagen können schnell in die Höhe schießen, wenn ihr erst in letzter Minute bucht. Ähnlich ist es bei Unterkünften – wir empfehlen, über Booking.com zu suchen und zu reservieren.

💡 TIPP: Reserviert euer Auto so früh wie möglich. Last-Minute-Optionen sind oft entweder ausgebucht oder deutlich überteuert.

Bargeld und Geldautomaten

Geldautomaten findet ihr praktisch überall – in Städten und auch in kleineren Dörfern. Wir empfehlen, Multibanco-Geldautomaten zu nutzen, bei denen keine Abhebungsgebühr anfällt (abhängig ist das aber auch von eurer Bank). Das Limit liegt meist bei 200 € pro Transaktion und 400 € pro Tag.

Vermeidet beim Abheben von Bargeld oder beim Bezahlen mit Karte die Option Dynamic Currency Conversion (DCC), bei der die Währung zu einem ungünstigen Kurs umgerechnet wird. Wählt immer die Zahlung in Euro.

Achtet eher auf den Wechselkurs eurer Bank – selbst normale Kartenzahlungen im Geschäft können unnötig teuer werden, wenn ihr keinen guten Wechselkurs habt. Aus diesem Grund empfehlen wir die Revolut-Karte, mit der ihr immer den Mittelkurs bekommt.

Kartenzahlung

Kartenzahlungen werden auf Madeira allgemein akzeptiert, besonders in Städten und touristischen Gebieten. In kleineren Geschäften, auf Märkten oder an abgelegeneren Orten kann es jedoch sein, dass keine Karten angenommen werden. Wir empfehlen, immer zumindest etwas Bargeld dabeizuhaben.

Preise, Geld und Bezahlen auf Madeira

Praktische Tipps für deine Madeira-Reise

Steckdosen – Auf Madeira (wie in ganz Portugal) werden Steckdosen vom Typ C und F verwendet – also die gleichen wie in Deutschland, Österreich oder Tschechien. Einen Adapter brauchst du daher nicht. Die Spannung beträgt 230 V, die Frequenz 50 Hz.

Drohnen – Drohnen sind auf Madeira erlaubt, allerdings nur in bestimmten Gebieten und außerhalb von Naturparks und Schutzgebieten. Wenn du fliegen möchtest, empfehlen wir dir, dich bei der portugiesischen Behörde ANAC zu registrieren. Mehr Infos findest du hier.

SIM-Karte und Internet – Da Madeira zur EU gehört, gilt hier dein Mobilfunktarif genauso wie zu Hause. Eine lokale SIM-Karte ist nicht nötig. Falls du trotzdem eine möchtest, hat der Anbieter MEO die beste Abdeckung. WLAN findest du fast überall – in Hotels, Restaurants und Cafés.

Sprache – Die Amtssprache ist Portugiesisch, aber die meisten Menschen im Tourismus sprechen sehr gut Englisch. Ein paar einfache portugiesische Sätze kommen trotzdem immer gut an – zum Beispiel „obrigado/a“ (danke) oder „bom dia“ (guten Tag).

Sicherheit – Madeira ist ein sehr sicheres Reiseziel. Die Kriminalität ist minimal.

Reiseversicherung – Vergiss nicht, dich vor deiner Reise zu versichern. Du kannst den 50 % Rabatt auf die AXA Reiseversicherung nutzen.

Praktische Tipps für deine Madeira-Reise

Häufige Fragen zu Madeira (FAQ)

Ist Madeira für Kinder geeignet?
Ja! Madeira ist ein sicheres, sauberes und angenehmes Reiseziel auch für Familien mit Kindern. Wir empfehlen nur, eine Unterkunft mit guter Erreichbarkeit zu wählen (und ohne steile Treppen) sowie eher kürzere Wanderungen zu planen. Tolle Orte für Kinder: Porto Moniz, Seixal, Calheta.

Wie ist das Wetter auf Madeira im Winter?
Der Winter ist hier mild – die Temperaturen liegen bei etwa 17–20 °C, das Meer hat ca. 18–20 °C. Das Wetter kann wechselhaft sein – im Norden regnet es mehr, der Süden ist sonniger. Wandern ist das ganze Jahr über möglich, aber für die Berge solltest du eine Windjacke und eine zusätzliche Schicht einpacken.

Kann man auf Madeira baden?
Ja, aber meistens nicht an klassischen Meeresstränden – am besten sind die natürlichen Pools (Porto Moniz, Seixal) oder geschützte Sandstrände (Calheta, Machico). Der Atlantik kann starke Strömungen haben, deshalb empfehlen wir Orte mit Infrastruktur und Aufsicht.

Muss ich ein Auto mieten?
Du kannst auch ohne Auto reisen, aber mit einem Mietwagen hast du viel mehr Freiheit und erreichst auch abgelegenere Orte. Busverbindungen sind begrenzt, und Fahrten über die Insel mit Fahrer können schnell teuer werden.

Wann ist die beste Reisezeit für Madeira?
Für uns ganz klar der Frühling – alles blüht, die Natur ist grün, das Wetter ist ideal zum Wandern und es sind weniger Touristen unterwegs. Aber ehrlich gesagt ist Madeira ein Ganzjahresziel, bei dem jeder seine perfekte Reisezeit findet.

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