Heiße Quellen, Geysire, Gletscher, Winterlandschaften und Polarlichter. Und mit etwas Glück vielleicht sogar ein Vulkanschauspiel! Island hat einfach von allem etwas für alle Liebhaber des Nordens. In diesem Artikel findet ihr alles, was ihr wissen müsst, bevor ihr im Winter nach Island aufbrecht! Von praktischen Dingen über die Route bis hin zu Winteraktivitäten.
Island war lange unser Traum, wir haben ihn nur wegen der Kosten immer wieder aufgeschoben. Bis zu dem Moment, als ich mich mit einer Freundin traf, die schon ein Jahr auf Island lebt. Dank ihr haben wir erfahren, dass man im Winter auf Island ein Auto um ein Vielfaches günstiger mieten kann und mit größerer Wahrscheinlichkeit auch günstige Unterkünfte findet. Und Hin- und Rückflüge Wien – Reykjavík für unter 5 000 CZK haben diese Theorie nur bestätigt, also konnten wir ins Land aus Feuer und Eis aufbrechen.
Schauen wir uns gemeinsam die praktischen Tipps an, die ihr vor einer Winterreise nach Island kennen solltet:
Praktische Tipps für die Reise nach Island
- Steckdosen – einen Adapter braucht ihr nicht. Island hat dieselben Steckdosen wie in Tschechien.
- Bezahlen – Island ist ein wunderbar bargeldloses Land, mit dem Umtausch isländischer Kronen müsst ihr euch also nicht befassen. Karten werden überall akzeptiert und die meisten Parkplätze bezahlt ihr ohnehin nur über deren Website oder App. Fürs Parken empfehle ich, die isländische App Parka herunterzuladen.
- Der Personalausweis genügt – Für die Reise nach Island genügt der Personalausweis, ein Reisepass ist nicht nötig, siehe tschechisches Außenministerium.
- SIM-Karte, Daten und Netzabdeckung – Auf Island müsst ihr euch keine Touristen-SIM-Karte besorgen. Ihr könnt Daten und Telefonie nutzen wie überall im EU-Raum.
- Versicherung – vergesst vor der Reise die Reiseversicherung nicht, ihr könnt 50 % Rabatt bei AXA nutzen
- Die Website SaveTravel.is – auf dieser Seite findet ihr aktuelle Warnungen, Hinweise, Informationen zu Ausbrüchen und mehr.

Karte der Orte – was ihr im Winter auf Island sehen könnt
Wir haben für euch eine Karte mit den interessantesten Orten vorbereitet, die ihr im Winter auf Island besuchen könnt.
Die Karte lässt sich direkt in Google Maps öffnen oder exportieren und hochladen in eine der mobilen Apps wie Mapy.cz oder Locus Map. So lässt sich die Karte komplett offline!
Warum im Winter nach Island reisen
Vielleicht fragt ihr euch, warum man im Winter nach Island fahren sollte, es ist dort doch dunkel und kalt. Nun, nicht ganz. Wenn ihr die zweite Februarhälfte oder den März wählt, erwarten euch angenehme Temperaturen um null Grad (oder sogar einige Grad darüber) und ein relativ langer Tag. Wenn man bedenkt, dass die durchschnittlichen Sommertemperaturen bei 10-13 °C liegen, ist der Unterschied gar nicht mehr so groß.
Die Wintersaison ist außerdem deutlich günstiger als der Sommer. Und welche weiteren Gründe gibt es, im Winter nach Island aufzubrechen?
- Polarlichter
- Eishöhlen
- Eisklettern und weitere Aktivitäten auf Gletschern
- Schwarze Strände voller Eisschollen
- Weniger Touristen
- Geysire und Thermalquellen – im Winter ist so ein heißes Bad besonders angenehm
- Schnorcheln und Tauchen im Winter
- Niedrigere Preise (Flüge, Unterkünfte und Mietwagen)

Unterkünfte auf Island
Egal ob ihr die Unterkunft über Booking.com oder Airbnb bucht, den Eigentümern oder Rezeptionisten werdet ihr wahrscheinlich gar nicht begegnen. Die Isländer lieben nämlich nicht nur kontaktloses Bezahlen, sondern auch Self-Check-in. Wenn ihr zu mehreren reist, lohnt es sich, gleich eine ganze Hütte zu mieten. Davon gibt es im Angebot genug, sowohl bei Booking als auch über Airbnb.
Mit diesen Unterkünften haben wir gute Erfahrungen gemacht:
- Reykjavík: Apartments Reykjavik
- Golden Circle: Fell cottage – tolle Hütte mit Whirlpool
- Jökulsárlón: Gerdi Guesthouse
- Halbinsel Snæfellsnes: Guesthouse Gerði
Auch wir, die wir gern zelten, haben für den Winter dann doch den Komfort einer klassischen Unterkunft gewählt. Zudem sind Camping und das Schlafen im Auto auf Island seit 2015 an der Südküste verboten. Falls ihr diese Variante trotzdem wählen wollt, findet ihr weiter unten eine Karte der Campingplätze. Einige von ihnen sind auch im Winter in Betrieb.
Karte der Campingplätze
Mietwagen auf Island
In Keflavík gibt es direkt am Flughafen gleich mehrere Autovermietungen. Aus dem umfassenden Angebot könnt ihr auf der Seite RentalCars wählen, über die auch wir unseren Mietwagen gebucht haben.
Passt auf, dass ihr den Wagen nicht am Inlandsflughafen in Reykjavík bucht (genau das ist uns passiert). Die Dame kam uns aber entgegen: Wir bekamen das Auto nicht nur in Keflavík, sondern gleich auch ein Upgrade auf einen viel größeren Wagen zum selben Preis. Island gehört nämlich zu den wenigen Orten, an denen ihr von Autovermietungen keine Tricks erwarten müsst, eher im Gegenteil.
Ist ein Auto mit 4×4-Antrieb notwendig?
Allradantrieb hilft euch auf Glatteis gegenüber einem klassischen Zweiradantrieb gar nicht so sehr. Wichtig sind vor allem Winterreifen, die oft mit Spikes ausgestattet sind (studded tires).
Wir haben die ganze Strecke problemlos mit standardmäßigem 2WD-Antrieb und Spikereifen geschafft. Dieses Auto hatte eine Einschränkung, nämlich ein Fahrverbot auf einigen unbefestigten Straßen. Für uns war das aber nicht relevant, denn es betrifft vor allem das isländische Hochland und das Landesinnere, das man im Sommer besucht. Im März lag zudem gar nicht mehr so viel Schnee, eher hat uns überrascht, wie wenig es war.
Straßenkarte
Eine große Hilfe ist auch diese Straßenkarte, auf der ihr seht, welche Abschnitte aktuell geöffnet sind und in welchem Zustand sie sind.
Flüge nach Island
Am günstigsten kommt ihr wahrscheinlich mit WizzAir nach Island, die eine Direktverbindung zum Flughafen in Keflavík ab Wien, Kattowitz, Krakau und Breslau hat. Uns ist es diesen März gelungen, Hin- und Rückflüge ab Wien für etwa 3000 CZK zu kaufen. Der Flug dauert rund 4,5 Stunden.
Wenn ihr das Auto in Wien am Flughafen stehen lasst, empfehlen wir Orange Parking, das als eines der günstigsten abschnitt.

Preise und Bezahlen auf Island
Island ist teuer. Die Preise sind hier mindestens doppelt so hoch. Es kommt aber auf die einzelnen Posten an.
- Die Kraftstoffpreise sind rund 40 % höher.
- Für ein Essen im Restaurant zahlt ihr etwa das 2,5-Fache.
- Einen Vergleich der einzelnen Posten findet ihr auf Numbeo.
Auf Island braucht ihr kein Bargeld. Überall könnt ihr mit Karte zahlen. Die Währung Islands ist die isländische Krone (ISK), die auf Isländisch króna heißt. Das Währungssymbol ist kr.
Wie spart ihr beim Bezahlen mit Karte?
Die größten „versteckten Gebühren“ bereitet euch eure Bank beim Wechselkurs. Und zwar genau beim normalen Bezahlen mit Karte. Aus diesem Grund empfehlen wir die Revolut-Karte, die euch immer den Mittelkurs gibt. Die letzten Jahre zahlen wir im Ausland mit nichts anderem mehr.
Wo einkaufen und wie beim Essen sparen?
Eine großartige Möglichkeit, Zeit zu sparen und trotzdem gut zu essen, ist Hotovky.cz. Für uns waren das super Abendessen. Zum Mittagessen hatten wir Mana dabei (so eine Expeditionsnahrung in Pulverform, die wir ebenfalls zu 100 % empfehlen können) oder man kauft im Supermarkt Gebäck und etwas dazu.
Zu den günstigsten Supermärkten gehören Bonus und Hagkaup, Kronan ist etwas teurer.
Wenn ihr in Restaurants essen möchtet, kostet euch ein Gericht etwa 500 CZK.

Karte der heißen Quellen
Eine weitere Karte, die euch sicher freuen wird, ist diese Karte der Thermalquellen auf Island.

Wetter und Tageslänge
Welche Tageslänge euch an konkreten Daten erwartet, seht ihr auf der Seite Time and Date.
Tageslänge nach Monaten
Tageslänge in den Wintermonaten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang
- Dezember – 1.12. 10:50 – 15.30
- Januar – 1.1. 11:30 – 15.15
- Februar – 1.2. 10:10 – 17.00
- März – 1.3. 8:30 – 18:30
- April – 1.4. 6:30 – 20: 15
Wetter
Auf Island müsst ihr euch auf raues Wetter und niedrigere Temperaturen einstellen, egal ob Sommer oder Winter. Glück mit schönem Wetter könnt ihr sowohl im Winter als auch im Sommer haben.
- Dezember – Der Dezember ist auf Island der dunkelste Monat mit Durchschnittstemperaturen um -2 °C und im Norden etwa -4 °C. Im Dezember schneit es oft auf der ganzen Insel, während es im Raum Reykjavík gelegentlich regnen kann. Häufig ist der Himmel lange bedeckt.
- Januar – Januar gehört zu den kältesten Monaten des Jahres, die Durchschnittstemperaturen sinken im Süden der Insel auf -3 °C bis 3 °C und im Norden und Osten auf -6 °C bis 1 °C. In dieser Zeit ist starker Wind typisch, der die Temperaturen noch niedriger wirken lassen kann. Üblich sind auch längere Phasen mit insgesamt bewölktem Wetter.
- Februar – Typisch sind Durchschnittstemperaturen von -3 °C bis 3 °C, im Norden um 3 Grad niedriger. Das Wetter kann im Laufe des Tages schnell wechseln: von Sonnenschein über heftigen Regen und starken Schneefall bis hin zu Orkanen und ruhigem Wetter. Im Februar begegnen wir den verschiedensten Ausprägungen des isländischen Klimas in seinen Extremen.
- März – Im März werden die Tage rapide länger. Die Temperaturen liegen zwischen -2 °C und 4 °C, der Wind ist weniger heftig als im tiefen Winter. Das Wetter ist wechselhaft: häufig sind Regen, Schneeschauer und auch sonnige Tage. Die tief stehende Sonne sorgt morgens und abends für zauberhafte Lichteffekte.
Wann fährt man am besten im Winter nach Island?
Der beste Zeitraum in Bezug auf Wetter, Tageslänge und die Chance auf Polarlichter ist von der zweiten Februarhälfte bis Ende März.

Was ihr besuchen solltet
Wenn ihr für eine Woche nach Island fahrt, konzentriert ihr euch am besten auf die Südküste, Ring Road, Umgebung von Reykjavík und vielleicht auch die Halbinsel Snæfellsnes.
Wenn ihr für 2 Wochen aufbrechen wollt, könnt ihr schon über eine Rundreise um ganz Island (Ring Road) nachdenken. Mitten im Winter würde ich bei dieser Variante vielleicht auch einen Mietwagen mit Allradantrieb erwägen, mit dem ihr die Chance habt, auch aus tieferem Schnee wieder anzufahren.
Wochenroute – 7 Tage auf Island
Überlegt ihr, was ihr in 7 Tagen auf Island schafft? Egal ob ihr im Winter oder im Sommer fahrt, diese Route hilft euch sicher bei der Planung.
Tag 1 – Ankunft, Halbinsel Reykjanes und Reykjavík
Wenn ihr mit dem Morgenflug ab Wien fliegt, landet ihr noch vor Mittag. Sobald ihr am Flughafen den Mietwagen übernehmt, könnt ihr euch gleich auf die Erkundung der Halbinsel machen, auf der der Flughafen liegt.
1) Brücke zwischen den Kontinenten
Fahrt weiter zur Brücke zwischen den Kontinenten, die symbolisch die Nordamerikanische und die Eurasische Kontinentalplatte verbindet. Rund um die Brücke findet ihr auch mehrere Infotafeln, die den geologischen Charakter des Ortes erklären.
Das Parken ist hier kostenlos.

2) Thermalquellen Gunnuhver
Es sind die größten Dampffumarolen Islands – also Löcher, aus denen Dampf quillt. Dieses Gebiet ist nach einem Geist der isländischen Sagen namens Gunna benannt. Die Bodentemperatur liegt hier stellenweise über 300 °C, verlasst deshalb nicht die Wege. Passt auf Kamera und Brille auf: Wenn Dampf oder Tröpfchen des Schwefelwassers darauf gelangen, reinigt sie sofort.
Das Parken ist hier kostenlos.

3) Küste Valahnúkamöl und Leuchtturm Reykjanes
Große Wellen und imposante Felsformationen, das ist die typische Küstenlandschaft. Es erwarten euch schöne Ausblicke, ihr solltet euch aber auch auf Wind einstellen. Auf dem Weg zur Küste wartet außerdem ein schöner Leuchtturm auf euch.
Das Parken ist hier kostenlos.

4) Reykjavík
Reykjavík ist das kulturelle und administrative Zentrum des Landes, hat 130 000 Einwohner und ist mindestens einen kurzen Besuch wert. Hier sind die interessantesten Orte, die ihr in Reykjavík besuchen könnt:
- Kirche Hallgrímskirkja: Sie ist wohl eines der bekanntesten und höchsten Bauwerke in Reykjavík. Die Kirche ist wirklich imposant, und erst die Orgel! Der Eintritt in die Kirche ist frei, gegen Gebühr könnt ihr auch den Turm besuchen, von dem ihr über die ganze Stadt blickt.
- Regenbogenstraße Skólavörðustígur: Ein weiterer sehr bekannter und fotogener Ort ist die Regenbogenstraße, an deren Ende genau jene imposante Kirche steht.
- Sun Voyager (Sólfar): Die Skulptur Sun Voyager, entworfen von Jón Gunnar Árnason, ist eine Stahlskulptur in Form eines Schiffes an der Küste von Reykjavík. Es ist ein weiterer beliebter Ort, der oft auf Fotos auftaucht.
- Harpa: Die Konzerthalle und das Konferenzzentrum Harpa ist bekannt für seine einzigartige Glasfassade, die das Licht reflektiert und wunderbare visuelle Effekte erzeugt. Harpa ist die Heimat der isländischen Oper und des Sinfonieorchesters.
- Laugavegur: Diese Haupteinkaufsstraße ist das Herz des städtischen Lebens in Reykjavík. Ihr findet hier zahlreiche Geschäfte, Cafés, Restaurants und Galerien.
- Nationalmuseum von Island: Wenn ihr Zeit habt und Museen mögt, könnt ihr auch das isländische Nationalmuseum besuchen. Das Museum bietet umfangreiche Ausstellungen zur Geschichte Islands von der Urzeit bis zur Gegenwart. Ein idealer Ort für alle, die die isländische Kultur und Geschichte besser verstehen wollen.
Zu den gastronomischen Highlights Islands zählt manchmal der lokale Hotdog. Nun, wir haben ihn probiert und ich denke, ihr müsst nicht 😀 Es ist nämlich ein ganz gewöhnlicher Hotdog, der euch aber 3x so teuer kommt wie in Tschechien.
Zu Mittag haben wir in der recht angenehmen Umgebung des „Laudromat Café“ gegessen, wo es gute Burger gibt. In Reykjavík könnt ihr außerdem bequem im Supermarkt Essen für die nächsten Tage einkaufen.
In der Stadt gibt es kostenpflichtige Parkzonen.


Alternative für den ersten Tag
Alternativ könnt ihr an diesem Tag auch zur berühmten Blue Lagoon fahren oder schauen, was die Vulkane dieser Halbinsel machen. In unserem Fall war das genannte Gebiet geschlossen, weil ein weiterer Vulkanausbruch erwartet wurde. Ja, auch damit müsst ihr bei der Planung rechnen.
Unterkunft
Die Unterkunft für den ersten Tag empfehlen wir im Gebiet des Golden Circle, gut sind z. B. Selfoss oder Reykholt. Für die Beobachtung der Polarlichter sind abgelegenere Gegenden von Vorteil.
Eine TOP-Unterkunft mit Whirlpool für eine Gruppe, die für isländische Verhältnisse sehr günstig ist, ist Fell Cottage.
Tag 2 – Golden Circle
Je nach Lage eurer Unterkunft wählt ihr die Reihenfolge der folgenden Orte, die ihr tagsüber besucht:
1) Geysirgebiet Haukadalur
Das Geothermalgebiet Haukadalur ist die Heimat berühmter Geysire, darunter der Geysir, nach dem die Geysire benannt sind. Der Geysir selbst ist heute inaktiv, dafür könnt ihr beim Geysir Strokkur halten, der alle paar Minuten Wasser in die Höhe schießt. Angegeben waren 10 Minuten, tatsächlich sind es etwa 5 – 10 Minuten.
Das Parken ist hier kostenlos.

2) Imposanter Wasserfall Gullfoss
Besucht nach dem Mittagessen Gullfoss, einen der schönsten und bekanntesten Wasserfälle Islands. Bewundert, wie die mächtigen Wassermassen in mehreren Stufen in die Schlucht stürzen.
Das Parken ist hier kostenlos.

3) Kleinerer Wasserfall Bruarfoss
Wenn ihr Zeit habt, fahrt auch hierher. Das Wasser ist hier nämlich wunderschön türkisblau. Dieser Ort erfreut das Auge jedes Fotografen!
Das Parken wird über eine App bezahlt und richtet sich nach der Fahrzeuggröße.

4) Nationalpark Þingvellir
Ein weiterer Ort, an dem die Nordamerikanische und die Eurasische Kontinentalplatte aufeinandertreffen. Der Park ist auch als der Ort bekannt, an dem im Jahr 930 das erste isländische Parlament gegründet wurde. Geht zum Aussichtspunkt, zu einem weiteren schönen Wasserfall oder erfreut euch an der glasklaren Unterwasserspalte Silfra (die übrigens ein beliebter Ort zum Schnorcheln und Tauchen ist – auch im Winter!)

5) Kerid-Krater
Haltet auf dem Rückweg nach Reykjavík am Kerid-Krater, der mehr als 3 000 Jahre alt ist. Ihr könnt am Rand entlanggehen oder zum See hinabsteigen, der sich am Grund des Kraters befindet. Seit diesem Jahr wird hier ein Eintritt von 500 ISK erhoben. Jemand hat den Krater nämlich in Privatbesitz gekauft.
Das Parken ist im Eintrittspreis enthalten.

Tag 3 – Halbinsel Snæfellsnes
Wenn euch etwas mehr Autofahren nicht stört, könnt ihr auf die Halbinsel Snæfellsnes fahren. Hier befindet sich unter anderem einer der meistfotografierten Berge Islands, der Kirkjufell. Falls ihr es gemütlicher angehen oder zum Beispiel Thermallagunen und -becken einbauen wollt, könnt ihr gemächlich entlang der Südküste nach Westen weiterfahren.
Uns hat das Wetter und eine starke Polarlicht-Vorhersage hierher in den Norden geführt. Im Süden sollte es den ganzen Tag regnen, im Norden dagegen war es herrlich sonnig.
1) Akranes (Zwischenstopp auf dem Weg nach Norden)
Auf dem Weg zur Halbinsel könnt ihr euch im Städtchen Akranes die Beine vertreten. Sehenswert sind hier ein altes Schiffswrack und ein malerischer Leuchtturm.
- Leuchtturm Akranes (Akranesviti): Akranes hat zwei Leuchttürme, aber der neuere, oft einfach Akranesviti genannt, ist eine beliebte Touristenattraktion. Er wurde 1947 erbaut und bietet einen Panoramablick auf die Umgebung und über die Bucht bis nach Reykjavík. Man kann bis zur Spitze hinaufsteigen, wo eine Aussichtsplattform zur Verfügung steht.
- Schiffswrack Garðar BA 64: Es ist eines der ältesten Stahlschiffe Islands, gebaut 1912 in Norwegen. Viele Jahre lang war es in verschiedenen Teilen der Welt im Einsatz, bis es 1981 an seinen heutigen Platz an der Küste unweit von Akranes gebracht wurde, wo es heute als fotografisches und historisches Relikt dient. Das Wrack ist vom Parkplatz aus leicht zugänglich.

2) Kirkjufell und Kirkjufellsfoss
Dieser ikonische Berg, der sich im angrenzenden See spiegelt, ist einer der meistfotografierten Orte Islands, bekannt für seine einzigartige Form und seinen Auftritt in der Fernsehserie “Game of Thrones”. Der Wasserfall unweit des Kirkjufell bietet genau jenen bekannten Fotoblick – den ihr von hier mitnehmen wollt.
Das Parken ist hier kostenpflichtig und richtet sich nach der Fahrzeuggröße, bezahlen könnt ihr per QR-Code.

3) Saxhóll
Ein erloschener Vulkan, den ihr leicht besteigen könnt, um die Aussicht auf die Umgebung zu genießen. Passt nur auf, wenn es hier stark weht.
Das Parken ist kostenlos.

4) Djúpalónssandur
Ein Strand mit schwarzem Sand, bekannt für seine dramatischen Felsformationen und historischen Schiffsüberreste, ist ein beliebter Ort für Spaziergänge und zum Fotografieren.

5) Lóndrangar
Lóndrangar sind zwei markante Felsformationen, die an der Küste der Halbinsel Snæfellsnes in Island aufragen. Diese Felsnadeln sind Überreste eines alten Vulkankraters, der vom Ozean und vom Wind nach und nach in seine heutige Form erodiert wurde. Der größere der beiden Türme erreicht eine Höhe von etwa 75 Metern, der kleinere ist rund 61 Meter hoch.

6) Arnarstapi
Ein malerisches Dorf mit schönen Felsformationen und Bögen an der Küste.
7) Hellnar
Ein weiteres malerisches Dörfchen, wo ihr schöne Felsformationen und Gelegenheit zu Spaziergängen entlang der Küste findet.
8) Rauðfeldsgjá
Eine Felsspalte, die man erkunden und bis zu ihrem inneren Wasserfall hinaufsteigen kann.
9) Bjarnafoss
Ein hübscher Wasserfall, den ihr bequem auch von der Straße aus fotografiert.
Unterkunft
Bei unserer Jagd nach der Aurora sind wir bis zu diesem netten kleinen Hostel gefahren: Tangahús Guesthouse.
Tag 4 – Überführungstag
In unserer Route haben wir den vierten Tag als Fahrtag gewählt, um bis hinter die Lagune Jökulsárlón. Auf dieser Strecke könnt ihr beliebig viele Stopps einlegen, richten werden sie sich wohl nach dem Wetter
1) Foss á Síðu
Ein kurzer Stopp für ein Foto eines hübschen Wasserfalls. Es gibt hier einen kleinen Platz zum Parken vor einem Privatgrundstück.

2) Kirkjubæjarklaustur
Ein Basaltuntergrund mitten auf einer Wiese, für uns eine willkommene Gelegenheit, auf der langen Fahrt die Beine zu vertreten.

Unterkunft
In der Umgebung gibt es nicht viele Unterkünfte, wir waren im günstigen Hostel Vagnsstadir Guesthouse. Dort stehen zwei Hostels nebeneinander, wir empfehlen das modernere.
Tag 5 – Gletschertour, Eishöhle, Lagune und Diamond Beach
1) Gletschertour – Glacier Hike
Die Gletschertour können wir als das ABSOLUTE Highlight bezeichnen, das wir auf Island erlebt haben. Perfekt blaues Eis, das euch praktisch in eine andere, eisige Märchenwelt entführt. Wir haben über Facebook den tschechischen Guide Jindra gefunden (den ihr auf Instagram als @jindra_rysavy findet) und sind mit ihm auf den Gletscher Vatnajökull aufgebrochen.
Das Erlebnis war göttlich. Wir bekamen Steigeisen und spazierten in eine märchenhafte Eislandschaft, die ganze Tour beendeten wir dann mit dem Besuch einer Eishöhle. Dieses Eis ist wirklich so faszinierend, dass wir etwa tausend Fotos haben. Falls Jindra gerade keine Kapazität hat, könnt ihr den Glacier Hike z. B. auch hier buchen.


2) Eishöhle
Im Internet seht ihr wahrscheinlich makellose Fotos mit ein oder zwei Personen. Beim Besuch der Höhle solltet ihr euch aber auf die Realität einstellen, dass ihr dort vermutlich nicht allein sein werdet. Die Höhle verändert und entwickelt sich zudem dynamisch, ihr wisst also nie genau, was euch drinnen erwartet.
Wir hatten den Vorteil, dass Jindra für uns ein Zeitfenster fand, in dem wir in der Höhle fast allein waren, und sie war wirklich blau! Vielleicht nicht so wie auf manchen Fotos, aber das hängt von den aktuellen Bedingungen ab. Der Höhlenbesuch war super, wir empfehlen aber nachdrücklich auch den vorherigen Glacier Hike, weil ihr dort viel mehr erlebt und viel mehr schönes (und blaueres) Eis seht. 😊
Falls Jindra gerade keine Kapazität hat, könnt ihr den Höhlenbesuch hier buchen.
Eine zweite Möglichkeit für einen Höhlenbesuch ist die Katla Ice Cave.

3) Gletscherlagune Jökulsárlón
Vergesst nach den Gletschererlebnissen nicht, auch die angrenzenden Ufer der Gletscherlagune Jökulsárlón zu besuchen, die als einer der bekanntesten und schönsten Orte Islands beschrieben wird. In der Lagune treiben riesige Eisschollen vom Gletscher Vatnajökull und ihr seht hier auch viele Robben. Besonders interessant ist es, ihre Mündung ins Meer zu beobachten, wo ein Strudel entsteht und die Schollen im Kreis treiben.
Das Parken ist kostenpflichtig.

4) Diamond Beach / Jökulsárlón Ice Beach
Gegenüber der Lagune Jökulsárlón, auf der anderen Straßenseite, findet ihr den Diamond Beach. Der Strand ist bekannt für seinen schwarzen Sand, auf den Gletscherstücke gespült werden, die im Kontrast zum dunklen Sand an Diamanten erinnern. Der Ort ist buchstäblich ein Paradies für Fotografen – passt nur auf die Wellen auf!

Tag 6 – Südküste und Gletscher
1) Fjallsárlón
Fjallsárlón ist eine Gletscherlagune, kleiner und weniger bekannt als die benachbarte Jökulsárlón, aber ähnlich atemberaubend. Sie liegt am Fuß des Gletschers Vatnajökull und ist die Heimat treibender Eisschollen, die vom Gletscher Fjallsjökull abbrechen. Die Lagune bietet ein ruhigeres Erlebnis, und im Sommer könnt ihr hier mit dem Boot zu den treibenden Schollen fahren.

2) Gletscher Svinafelljokull
Svínafellsjökull ist eine Gletscherzunge des Vatnajökull und bekannt für seine wunderschönen blauen Eisformationen. Seine dramatische Umgebung wurde in mehreren Filmen und Fernsehserien genutzt. Zur Lagune gelangt ihr mit einem kurzen Spaziergang, das Parken ist kostenlos.

3) Svartifoss
Svartifoss ist einer der bekanntesten Wasserfälle Islands, bekannt für seine schwarzen Basaltsäulen, die sich keilförmig neigen und hinter dem Wasserfall ein einzigartiges, auffälliges Muster bilden. Er liegt im Nationalpark Skaftafell und zu ihm erwartet euch ein Aufstieg.
Das Parken ist hier kostenpflichtig.

4) Fjaðrárgljúfur Canyon
Fjaðrárgljúfur ist eine tiefe und malerische Schlucht, geformt vom Fluss Fjaðrá. Die Schlucht hat imposante Felswände und ein grünes Tal und ist beliebt für kurze Wanderungen und die Ausblicke, die sie bietet. Um die Schlucht herum führt ein Wanderweg.

5) Mossy Lava Fields
Die bemoosten Lavafelder sind ein charakteristisches isländisches Phänomen, bei dem alte Lavafelder von dichtem grünem Moos bedeckt sind. Diese Orte bieten eine einzigartige und fast außerirdische Landschaft und sind auf jeden Fall einen kurzen Stopp wert.

6) Vik
Vík ist ein malerisches kleines Städtchen mit einer Kirche, berühmt für seinen schwarzen Sandstrand Reynisfjara. Es ist ein idealer Ausgangspunkt für die Erkundung der Küste.

Tag 7 – Von Vík nach Westen
1) Lava Show
Wenn ihr euch gewünscht habt, einen Vulkan ausbrechen zu sehen, gerade aber kein Glück habt, dass einer aktiv ist, dann ist ein Stopp in Vík (oder Reykjavík) bei der Lava Show eure klare Wahl. Es ist ein einzigartiges Konzept, bei dem ihr echte Lava mit eigenen Augen sehen könnt. Es geht aber nicht nur um die glühende Lava. Durch die Geschichte und die Besonderheiten der isländischen Vulkane führen euch ein Guide und ein kurzer Film. Von uns eine klare Empfehlung.

2) Strand Reynisfjara
Reynisfjara ist berühmt für seinen wunderschönen schwarzen Sandstrand nahe Vík im Süden Islands. Er ist bekannt für seine imposanten Basaltsäulen, die starken Meereswellen und die Felsformationen Reynisdrangar, die aus dem Meer aufragen. Der Strand wird für seine Naturschönheit bewundert, ist aber auch für seine gefährlichen Wellen bekannt.
Das Parken ist kostenpflichtig.

3) Dyrhólaey Viewpoint
Dyrhólaey ist eine kleine Halbinsel bzw. ein Felsvorsprung unweit von Vík. Es ist ein beliebter Ort zur Vogelbeobachtung, vor allem von Papageitauchern (während der Brutzeit, was im Winter leider nicht der Fall ist). Dyrhólaey hat außerdem einen einzigartigen natürlichen Felsbogen.

4) Flugzeugwrack Solheimasandur
Das Flugzeugwrack auf Solheimasandur ist der Überrest eines amerikanischen Marineflugzeugs, das 1973 am Strand notlanden musste. Seitdem liegen seine Trümmer auf dem kahlen, windigen Lavafeld als surreales und fotogenes Denkmal. Zum Wrack gelangt ihr zu Fuß, es sind etwa 45 Minuten Gehzeit vom nächsten Parkplatz.
5) Skógafoss
Skógafoss ist einer der größten und schönsten Wasserfälle Islands, 60 Meter hoch und 25 Meter breit. Er liegt im Dorf Skógar und ist von der Hauptstraße aus leicht erreichbar. Der Wasserfall hat einen imposanten herabstürzenden Wasserstrom und oft könnt ihr hier einen Regenbogen sehen. Über eine Treppe gelangt ihr an den oberen Rand des Wasserfalls. Das Parken ist kostenlos.

6) Seljalandsfoss
Seljalandsfoss ist einer der bekanntesten Wasserfälle Islands, er ist 65 Meter hoch, in der Sommersaison kann man auf einem Pfad hinter den Wasserfall gehen und so den einzigartigen Blick von hinten genießen. Bei Dunkelheit wird der Wasserfall abends beleuchtet. Das Parken ist kostenpflichtig.

7) Schwimmbad Seljavallalaug
Seljavallalaug ist eines der ältesten öffentlichen Schwimmbäder Islands, erbaut 1923. Es liegt in einem Tal zwischen Bergen, nahe dem Seljalandsfoss. Der Zugang zum Becken ist kostenlos und bietet die einzigartige Möglichkeit, in einem von Bergen umgebenen Freibad zu baden. Die Wassertemperatur liegt bei etwa 25°C. Zum Schwimmen gut, ein Whirlpool ist es aber nicht. Warm ist es nur am Rohr, aus dem das heiße Thermalwasser fließt.

Tag 8 – Abflug
Der letzte Tag war für uns rein ein Abflugtag. Früh am Morgen aufstehen und zum Flughafen.
Winteraktivitäten – was ihr im Winter auf Island machen könnt
Polarlichter beobachten
Wenn ihr im Winter wegen der Polarlichter nach Island aufbrechen wollt, empfehle ich die zweite Februarhälfte – März. In der Zeit um die Tagundnachtgleiche sind die Polarlichter statistisch nämlich am besten. Der Vorteil Islands ist, dass ihr hier zumindest schwache Polarlichter fast jederzeit seht, wenn es in der Nacht dunkel und klar ist.
Wenn die Sonnenaktivität gerade hoch ist, zögert nicht, eure Reisepläne zu ändern und dorthin zu fahren, wo schönes Wetter sein soll (deshalb ist es gut, Unterkünfte zu buchen, die eine Stornierung bis zur letzten Minute erlauben).
Eine meiner Lieblingsseiten für die Polarlicht-Vorhersage ist: Geophysical Institute, Alaska. Außerdem empfehle ich, auch mobile Apps herunterzuladen, etwa: My Aurora Forecast & Alerts, Aurora Alerts – Northern Lights und AuroraNotifier. Ich nutze eine Kombination aller oben genannten.
Wir haben so unsere Pläne geändert und sind statt in den Süden, wo es regnen sollte, in den Nordwesten gefahren, wo uns zu der Zeit eine großartige nächtliche Show in Form eines fantastischen Polarlichts erwartete.
Und weil so eine Jagd nach dem Polarlicht nicht ohne ist, habe ich einen ganzen Artikel zu diesem Thema vorbereitet: 10 Tipps für die Polarlicht-Beobachtung.

Gletschertouren oder Eisklettern
Das ist eine von diesen Wow-Aktivitäten, die ihr auf Island erleben wollt! Perfekt blaues Eis, das euch praktisch in eine andere, eisige Märchenwelt entführt. Wir haben uns mit dem tschechischen Guide Jindra zusammengetan, den ihr auf Instagram als @jindra_rysavy findet, und sind zum Gletscher Vatnajökull aufgebrochen.
Wir haben den sogenannten Glacier Hike gemacht, also eine Tour mit Steigeisen über den Gletscher. Diese Aktivität können wir jedem Liebhaber der Winternatur empfehlen. Wenn ihr von Eis fasziniert seid wie wir, werdet ihr begeistert sein! Die ganze Tour haben wir mit dem Besuch einer Eishöhle beendet.
Und wenn ihr noch mehr Abenteuer sucht, findet ihr hier auch zahlreiche Möglichkeiten zum Eisklettern.

Besuch von Eishöhlen
In Eishöhlen könnt ihr auch ohne eine Wanderung über den Gletscher hineinschauen. Wir waren in der Höhle zu einer guten Zeit nach unserer Gletschertour ohne Menschenandrang; Gruppentouren können euch das Erlebnis in der Höhle aber wegen der vielen Leute verderben. Deshalb lohnt es sich, eine private Tour oder eine Tour in einer kleineren Gruppe zu nehmen oder den ganzen Besuch mit einer Gletschertour zu verbinden, denn meiner Meinung nach findet ihr auf dem Gletscher fast schönere Formationen als in der Höhle selbst und habt mehr Zeit zum Fotografieren.

Thermalquellen
Im Winter in Thermalquellen einzutauchen ist eine doppelte Belohnung. Egal ob ihr klassische, bei Touristen beliebte Lagunen mit Eintritt wie die Blue Lagoon oder Sky Lagoon wählt oder eine frei zugängliche Quelle in der Natur findet.
Nützlich ist für euch sicher diese Karte mit heißen Quellen. Als wir bei Regen zu einer frei zugänglichen Quelle liefen (etwa 1 km zu Fuß durchs Gelände), sagten wir uns, dass bei diesem Wetter höchstens Tschechen hier sein würden, und wir hatten recht. Die einzige weitere Gruppe, die kam, waren Kollegen aus der Gegend von Ostrava 😊

Tauchen und Schnorcheln
Obwohl das absolut nicht nach einer Winteraktivität klingt, wird hier das ganze Jahr über geschnorchelt und getaucht. Das Wasser hat hier nämlich ganzjährig dieselbe Temperatur. Der bekannteste und zugleich beliebteste Ort ist Silfra – eine Spalte im See Þingvellir, im gleichnamigen Nationalpark.
Und warum gibt es um dieses Schnorcheln so einen „Hype“? Genau an dieser Stelle verläuft nämlich die Grenze zweier Kontinentalplatten (der nordamerikanischen und der eurasischen). Die Sicht beträgt dank der Wasserreinheit bis zu 120 Meter. Wir glauben, dass das wirklich ein Erlebnis sein kann. Spezielle Anzüge sollen nämlich für Wärmekomfort sorgen. Wir hatten allerdings keine Zeit, dieses Erlebnis auszuprobieren.
Hundeschlitten
Wenn ihr zu den Liebhabern vierbeiniger Freunde gehört, kann eine Hundeschlittenfahrt genau das Richtige für euch sein. Wir haben allerdings nur ein paar davon aus dem Fenster gesehen, wie sie über die verschneiten Ebenen jagten 😊 Wenn ihr Zeit und Budget dafür habt, schaut euch diese Tour an:
Was packt ihr für den Winter auf Island ein?
Das Packen richtet sich nach eurem Programm. Wir haben zusätzlich einige warme Sachen für die Polarlichtbeobachtung eingepackt. Für so einen nächtlichen Aufenthalt draußen lohnt es sich nämlich, ordentlich ausgerüstet zu sein. Generell ist es gut, Kleidung in Schichten zu tragen und obenauf eine wasserdichte Schicht zu haben. Denkt daran, dass sich das Wetter auf Island schnell ändern kann, es ist also wichtig, auf alle Wetterarten vorbereitet zu sein und passende Kleidung dabeizuhaben.
Was also nach Island mitnehmen?
- Schuhspikes (nützlich an vielen Orten mit Eis/Schnee, oft stehen an Wasserfällen oder Aussichtspunkten Schilder mit ihrer Empfehlung)
- Merinosocken
- Merino-Shirts
- Sweatshirt
- Daunenjacke
- Wasserdichte äußere Schicht („Hardshell“)
- Outdoorhose
- Unterwäsche/Leggings/Strumpfhosen
- Winterjacke (Parka) – vor allem für die Polarlichtbeobachtung
- Wanderschuhe
- Winterschuhe/Schneestiefel (für die Polarlichtbeobachtung)
- Mütze
- Handschuhe (dünne für Wanderungen, Skihandschuhe für die Nacht)
- Badesachen
- Handtuch
- Reiseapotheke
- Hygieneartikel
- Unterwäsche
- Schuhtrockner (TeploUše)
- Fotoausrüstung (Kamera, Stativ, Stirnlampe, Drohne)
- Sonnenbrille
- Thermoskanne für Tee (für die nächtliche Polarlichtbeobachtung)

Was kostet eine Woche auf Island?
Wir sind mit einer Gruppe von Freunden nach Island aufgebrochen, also 3 Paare. Wir haben ein Auto gemietet und übernachteten unterschiedlich über Booking und Airbnb. 8 Tage auf Island haben uns komplett mit allem Drum und Dran 29 000 CZK pro Person gekostet.
- Die Unterkunft kostete etwa 1000 – 1500 CZK pro Person und Nacht. Einmal hatten wir eine Luxusvilla mit Whirlpool und ein anderes Mal zum selben Preis ein Hostel.
- Die Automiete für die ganze Zeit inklusive Vollkasko und Versicherung + zweiter Fahrer kostete 30 000 CZK. Es war ein 8-sitziger Renault. Der Verbrauch lag bei etwa 8,5 l/100 km.
- Im Preis hatten wir auch eine private Gletschertour mit tschechischem Guide für 4300 CZK/Person.
- Zum Flughafen nach Wien sind wir mit einem Auto gefahren, das wir auf dem Parkplatz stehen ließen, und haben uns die Benzinkosten geteilt.
- Beim Essen haben wir auf Island Mittagessen, „Snacks fürs Auto“ und Beilagen gekauft. Zum Abendessen hatten wir Fertiggerichte von der Website Hotovky.cz. Einerseits wegen des Preises und andererseits, weil wir uns nicht mit zeitaufwendigem Kochen beschäftigen wollten.
Schaut euch unser Video aus Island an:
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