Amsterdam gehört zu den Städten, die einen auf den ersten Blick verzaubern. Schmale Backsteinhäuser mit Giebeln, malerische Kanäle mit Brücken, Hunderte Fahrräder an den Geländern und Cafés, aus denen der Duft von frischem Kaffee strömt – all das zusammen schafft eine einzigartige Atmosphäre, wie man sie sonst in Europa kaum findet.
Ob euch die Geschichte des Goldenen Zeitalters, die Kunst von Rembrandt und Van Gogh, eine Grachtenfahrt oder einfach ein gemütlicher Bummel durch die Viertel Jordaan und De Pijp reizt – Amsterdam hat an jeder Ecke etwas zu bieten.
Wir haben für euch eine Übersicht der 37 besten Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse zusammengestellt, die ihr bei einem Besuch der niederländischen Hauptstadt auf keinen Fall verpassen solltet.
Was kann man in Amsterdam sehen? Karte
Ikonische Orte in Amsterdam, die ihr besuchen müsst
1. Anne-Frank-Haus (Anne Frank Huis)
Einer der bewegendsten und eindrucksvollsten Orte in Amsterdam. In diesem Haus versteckte sich das jüdische Mädchen Anne Frank während des Zweiten Weltkriegs zwei Jahre lang mit ihrer Familie. Ihr geht durch den geheimen Hinterhaus-Anbau hinter dem Bücherregal, in dem Anne ihr berühmtes Tagebuch schrieb. Ein stiller und kraftvoller Erinnerungsort an die Schrecken des Holocaust.
Praktischer Tipp: Tickets werden AUSSCHLIESSLICH ONLINE verkauft und immer am ersten Dienstag des Monats für den gesamten Folgemonat freigeschaltet. Ihr müsst extrem schnell sein, denn sie sind oft innerhalb weniger Stunden ausverkauft.

2. Königlicher Palast (Koninklijk Paleis)
Der imposante Palast am Dam-Platz wurde ursprünglich im 17. Jahrhundert als Rathaus erbaut und symbolisierte die Macht und den Reichtum Amsterdams während des Goldenen Zeitalters. Heute dient er als offizieller Empfangspalast der königlichen Familie. Wenn die Königsfamilie ihn nicht nutzt, ist er für die Öffentlichkeit zugänglich.
Praktischer Tipp: Lasst euch nicht von der eher schlichten Außenfassade abschrecken. Das Innere, besonders der Bürgersaal, ist prachtvoll und reich mit Marmor verziert. Euer Ticket könnt ihr hier buchen.

3. Dam-Platz
Das historische und pulsierende Herz von Amsterdam. Genau hier wurde im 13. Jahrhundert ein Damm an der Amstel errichtet, der der Stadt ihren Namen gab. Heute ist der Platz vom Königlichen Palast, der gotischen Nieuwe Kerk und dem Nationaldenkmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs umgeben.
Praktischer Tipp: Es ist ein lebhafter und touristischer Ort, aber ein idealer Ausgangspunkt, um die Stadt zu erkunden. Hier ist eigentlich immer etwas los.

4. Rembrandt-Haus (Museum Het Rembrandthuis)
In diesem Haus lebte und arbeitete der berühmte Maler Rembrandt van Rijn fast 20 Jahre lang. Das Interieur wurde sorgfältig so rekonstruiert, wie es im 17. Jahrhundert aussah. Ihr seht sein Atelier, Wohnräume und eine Sammlung von Kuriositäten. Das Museum bietet außerdem Vorführungen, wie damals Farben gemischt und Radierungen gedruckt wurden.
Praktischer Tipp: Ein faszinierender Einblick in den Alltag eines Künstlers im Goldenen Zeitalter. Nehmt unbedingt den Audioguide mit – er ist im Preis inbegriffen. Euer Ticket bekommt ihr hier.

5. Begijnhof – Hof der Beginen
Eine versteckte Oase der Ruhe mitten in der lebhaften Stadt. Dieser mittelalterliche Hof war das Zuhause der Beginen – unverheirateter katholischer Frauen, die in einer religiösen Gemeinschaft lebten. Hier findet ihr wunderschöne historische Häuser, eine kleine Kapelle und das älteste erhaltene Holzhaus in Amsterdam.
Praktischer Tipp: Der Eintritt ist kostenlos, aber verhaltet euch sehr ruhig und respektiert die Privatsphäre der Bewohner, die hier noch immer leben. Es ist ein Ort zum Innehalten, nicht für laute Gruppen.

6. Grachten-fahrt (Grachtenrondvaart)
Ein absolutes Muss für jeden Besucher. Amsterdam vom Wasser aus zu sehen, ist ein magisches Erlebnis. Ihr fahrt unter niedrigen Brücken hindurch, vorbei an eleganten Kaufmannshäusern und Hausbooten. Während der etwa einstündigen Fahrt erfahrt ihr viele spannende Details zur Geschichte und Architektur der Stadt.
Praktischer Tipp: Es gibt viele Anbieter für Grachtenfahrten. Überlegt euch, eine kleinere, offene Bootstour zu wählen (zum Beispiel diese hier mit Getränken an Bord inklusive), die ein persönlicheres Erlebnis und bessere Ausblicke bietet als große verglaste Boote.

Amsterdams Weltklasse-Museen (Museumplein)
7. Rijksmuseum (Reichsmuseum)
Das größte und bedeutendste Museum der Niederlande beherbergt die Schätze des niederländischen Goldenen Zeitalters. Sein größtes Highlight ist Rembrandts monumentale „Nachtwache“. Ihr findet hier aber auch Werke von Vermeer, Hals und Tausende weitere Artefakte, die 800 Jahre niederländische Geschichte und Kunst nachzeichnen.
Praktischer Tipp: Das Museum ist riesig. Ladet euch die App mit Audioguide herunter und wählt eine der thematischen Routen, damit ihr euch nicht verlauft. Kauft eure Tickets unbedingt online für ein konkretes Zeitfenster.

8. Van-Gogh-Museum
Das Museum mit der weltweit größten Sammlung von Werken Vincent van Goghs. Die chronologisch aufgebaute Ausstellung führt euch durch das gesamte Leben und Schaffen dieses genialen, aber tragischen Künstlers – von seinen frühen dunklen Werken bis zu berühmten Gemälden wie den „Sonnenblumen“ oder „Schlafzimmer in Arles“.
Praktischer Tipp: Dies ist eines der beliebtesten Museen der Stadt. Tickets müsst ihr unbedingt lange im Voraus online reservieren (oft schon Wochen vorher), denn vor Ort werden keine Tickets verkauft und es ist häufig komplett ausgebucht.

9. Stedelijk Museum
Ein Museum für moderne und zeitgenössische Kunst und Design. Der moderne Anbau mit dem Spitznamen „Badewanne“ steht in starkem Kontrast zum historischen Gebäude. Im Inneren findet ihr Werke wichtiger Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts, darunter Mondrian, Kandinsky, Warhol und Chagall.
Praktischer Tipp: Ein großartiges Museum, wenn euch Design und Kunst nach 1870 interessieren. Hier ist es meist weniger voll als in den benachbarten Museen. Tickets findet ihr hier.
10. Moco Museum
Ein kleineres, privates Museum mit Fokus auf moderne Kunst und Street-Art-Künstler. Hier findet ihr Werke von Ikonen wie Banksy, Andy Warhol oder Keith Haring. Das Museum befindet sich in einer wunderschönen historischen Villa und ist besonders bei einem jüngeren Publikum beliebt.
Praktischer Tipp: Die ideale Wahl, wenn ihr zeitgenössische, visuell starke Kunst mögt. Dank seiner überschaubaren Größe seid ihr relativ schnell durch. Auch hier lohnt sich eine Online-Reservierung.
Stadtviertel und Atmosphäre von Amsterdam
11. Jordaan
Das charmanteste und malerischste Viertel Amsterdams. Das ehemalige Arbeiterviertel ist heute ein Labyrinth aus schmalen Grachten, hübschen Gassen, versteckten Innenhöfen (hofjes), Kunstgalerien, originellen Boutiquen und gemütlichen Kneipen, den sogenannten „braunen Cafés“.
Praktischer Tipp: Jordaan erkundet ihr am besten, indem ihr euch einfach treiben lasst. Jede Gasse und jede Gracht versteckt etwas Schönes.

12. De Pijp und der Markt Albert Cuypmarkt
Ein lebendiges, multikulturelles und bohèmehaftes Viertel, das oft als „Quartier Latin“ von Amsterdam bezeichnet wird. Es ist voller großartiger Restaurants, Bars und Cafés. Seine Lebensader ist der Albert Cuypmarkt, der größte und bekannteste Straßenmarkt der Niederlande, auf dem ihr alles bekommt – von Käse und Hering bis hin zu Kleidung und Souvenirs.
Praktischer Tipp: Auf dem Markt solltet ihr unbedingt frisch gebackene Stroopwafels probieren – dünne Waffeln mit Karamellsirupfüllung – sowie rohen Hering (Haring) mit Zwiebeln und Gurke.
13. Red Light Disctrict (De Wallen)
Das älteste und zugleich kontroverseste Viertel Amsterdams. Bekannt ist es für seine Schaufenster, in denen Sexarbeiterinnen ihre Dienste anbieten – in den Niederlanden ist das legal. Gleichzeitig ist es aber auch ein wunderschönes historisches Viertel mit schmalen Grachten und alten Häusern.
Praktischer Tipp: Respektiert die lokalen Regeln – es ist streng verboten, die Frauen in den Schaufenstern zu fotografieren. Ein Spaziergang durch das Viertel, besonders am Abend, ist ein einzigartiges Erlebnis, aber verhaltet euch rücksichtsvoll.

14. Hausboote (Woonboten)
Entlang der Amsterdamer Grachten liegen über 2.500 Hausboote vor Anker. Sie sind ein fester Bestandteil des Stadtbildes und zeigen eine alternative Art zu wohnen. Einige sind luxuriös und modern, andere alt und bohèmehaft.
Praktischer Tipp: Wenn euch interessiert, wie man auf so einem Boot lebt, besucht das Hausbootmuseum (Woonbootmuseum) am Prinsengracht-Kanal.

15. Die neun Straßen (De Negen Straatjes)
Ein malerisches Gebiet aus neun schmalen Gassen, die die wichtigsten Grachten im Stadtzentrum miteinander verbinden. Es ist ein Paradies zum Shoppen in unabhängigen Boutiquen, Vintage-Läden und Spezialgeschäften. Außerdem findet ihr hier viele gemütliche Cafés und Restaurants.
Praktischer Tipp: Das ist der ideale Ort für einen Nachmittag, wenn ihr den großen internationalen Ketten ausweichen und etwas Originelles entdecken möchtet.
16. Radfahren wie ein Local
Das Fahrrad ist in Amsterdam mehr als nur ein Verkehrsmittel – es ist eine Lebensart. Ein Fahrrad zu mieten ist die beste Möglichkeit, die Stadt zu erkunden und sich als Teil davon zu fühlen. Radwege gibt es überall, und sie sind wirklich sicher.
Praktischer Tipp: Denkt an die Regeln: rechts fahren, Handzeichen geben und auf andere Radfahrer achten. Für die Einheimischen seid ihr langsame Touristen – also steht ihnen nicht im Weg.
Was tun in Amsterdam – einzigartige Erlebnisse, Kulinarik und Parks
17. Heineken Experience
Eine interaktive und unterhaltsame Tour durch die ursprüngliche Heineken-Brauerei. Ihr erfahrt alles über die Geschichte der Marke und den Brauprozess. Dazu gehören verschiedene multimediale Attraktionen, Virtual Reality und natürlich eine Verkostung frisch gezapften Biers.
Praktischer Tipp: Auch hier lohnt sich eine Online-Reservierung. Am Ende der Tour könnt ihr euer Bier in der Rooftop-Bar mit schönem Blick auf die Stadt genießen.

18. Käseverkostung
Die Niederlande sind eine Käsenation, und Amsterdam ist der perfekte Ort, um berühmte Sorten wie Gouda, Edam und viele weitere zu probieren. In der ganzen Stadt findet ihr Spezialgeschäfte, in denen ihr Dutzende Sorten kosten könnt – von jung und cremig bis alt und gereift.
Praktischer Tipp: Besucht Geschäfte wie Henri Willig oder Cheese & More, wo ihr kostenlos probieren könnt. Käse ist ein tolles und leckeres Souvenir.

19. Vondelpark
Der größte und bekannteste Stadtpark in Amsterdam, oft als „grüne Lunge“ der Stadt bezeichnet. Er ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische, die hier joggen, Rad fahren, picknicken oder einfach auf der Wiese entspannen. Im Sommer finden hier Konzerte und Theateraufführungen statt.
Praktischer Tipp: Mietet euch ein Fahrrad und fahrt durch den Park. Das ist eine wunderbare Art, eine Pause von den belebten Straßen einzulegen.

20. Blumenmarkt (Bloemenmarkt)
Der einzige schwimmende Blumenmarkt der Welt. Die Stände befinden sich auf festgemachten Hausbooten im Singel-Kanal. Ihr findet hier nicht nur Schnittblumen und Sträuße, sondern vor allem eine riesige Auswahl an Tulpenzwiebeln und anderen Pflanzen, die ihr als Souvenir mitnehmen könnt.
Praktischer Tipp: Seid beim Kauf von Zwiebeln vorsichtig. Achtet darauf, dass sie für den Export geeignet sind und dass ihr sie in der richtigen Saison kauft, damit sie später wirklich blühen.

21. A’DAM Lookout und die Schaukel „Over the Edge“
Eine Aussichtsplattform auf dem Dach des Wolkenkratzers A’DAM Toren auf der anderen Seite des Flusses IJ. Sie bietet den besten 360-Grad-Panoramablick über ganz Amsterdam. Für Adrenalin-Fans gibt es hier „Over the Edge“ – die höchste Schaukel Europas, die euch in 100 Metern Höhe über den Rand des Gebäudes schwingen lässt.
Praktischer Tipp: Über den Fluss kommt ihr mit der kostenlosen Fähre hinter dem Hauptbahnhof. Die Schaukel kostet extra, aber die Aussicht ist auch ohne sie fantastisch.

22. Foodhallen
Ein stylischer und lebhafter Food Court in einem ehemaligen Straßenbahndepot im Viertel Oud-West. Er bietet über 20 Stände mit hochwertigem Streetfood aus aller Welt – von Tacos und Pizza bis hin zu vietnamesischen Spezialitäten und traditionellen niederländischen Bitterballen. In der Mitte befindet sich eine große Bar.
Praktischer Tipp: Der perfekte Ort fürs Abendessen, wenn ihr euch nicht einigen könnt, worauf ihr Lust habt. Hier findet jeder etwas Passendes.
23. Besuch eines „braunen Cafés“ (Bruin Café)
Eine traditionelle niederländische Kneipe, vergleichbar mit einem britischen Pub. Ihren Namen haben sie von der dunklen Holzvertäfelung und den vom Rauch geschwärzten Wänden. Es sind gemütliche und authentische Orte, an die Einheimische auf ein Bier (biertje) und ein Glas Wacholderschnaps, Jenever, gehen.
Praktischer Tipp: Die meisten findet ihr im Viertel Jordaan. Probiert zum Beispiel Café ‘t Smalle oder Café Chris, eines der ältesten Cafés in Amsterdam.
24. Oude Kerk (Alte Kirche)
Das älteste Gebäude Amsterdams liegt paradoxerweise mitten im Rotlichtviertel. Diese gotische Kirche mit einer wunderschönen Holzdecke und dem Grab von Rembrandts Frau Saskia ist heute auch ein wichtiges Zentrum für zeitgenössische Kunst und Musik.
Praktischer Tipp: Der Kontrast zwischen der heiligen Ruhe im Inneren und dem lebhaften Treiben draußen ist faszinierend. Vom Turm habt ihr eine schöne Aussicht.

25. Hortus Botanicus
Einer der ältesten botanischen Gärten der Welt, gegründet im Jahr 1638. Er ist eine ruhige und wunderschöne Oase voller exotischer Pflanzen, historischer Gewächshäuser und eines Schmetterlingshauses. Der ideale Ort, um dem Stadttrubel zu entkommen.
Praktischer Tipp: Verpasst nicht das Drei-Klimazonen-Gewächshaus, das euch durch subtropische, tropische und wüstenartige Landschaften führt.
26. Schmale Häuser in Amsterdam
Wegen der hohen Steuern auf die Grundstücksbreite wurden in Amsterdam schmale und hohe Häuser gebaut. Schaut euch einige der schmalsten an – zum Beispiel das Haus an der Adresse Singel 7, das nur etwas mehr als einen Meter breit ist. Achtet auch auf die Haken an den Giebeln der Häuser, die früher zum Hochziehen von Möbeln dienten.
Praktischer Tipp: Ein tolles Beispiel für diese Häuser ist die Häuserreihe am Damrak-Kanal direkt beim Hauptbahnhof.

27. Niederländisches Nationales Schifffahrtsmuseum (Het Scheepvaartmuseum)
Das Museum befindet sich in einem prächtigen historischen Gebäude des ehemaligen Marinearsenals und erzählt die reiche Seefahrtsgeschichte der Niederlande. Am Steg liegt eine Nachbildung des berühmten Segelschiffs „Amsterdam“ aus dem 18. Jahrhundert, das ihr komplett erkunden könnt.
Praktischer Tipp: Der überdachte Innenhof mit einem Glasdach, das an eine Windrose erinnert, ist ein architektonisches Highlight.

28. Westerkerk und Westertoren
Eine Renaissancekirche, in der Rembrandt angeblich begraben liegt – sein Grab wurde allerdings nie gefunden. Ihr 85 Meter hoher Turm Westertoren ist der höchste im Zentrum von Amsterdam und bietet einen atemberaubenden Blick auf das Viertel Jordaan und das Anne-Frank-Haus direkt nebenan.
Praktischer Tipp: Der Aufstieg auf den Turm ist nur mit Führung und in einer kleinen Gruppe möglich. Ihr müsst ihn vor Ort reservieren.

29. NEMO Science Museum
Ein modernes und interaktives Wissenschafts- und Technikmuseum, ideal für Familien mit Kindern. Das Gebäude in Form eines riesigen grünen Schiffs, entworfen von Renzo Piano, ist schon für sich eine Attraktion. Im Inneren ist es voller Experimente, die ihr selbst ausprobieren könnt.
Praktischer Tipp: Das Dach des Museums ist eine riesige Terrasse mit Sitzgelegenheiten und Wasserelementen und frei zugänglich. Von hier habt ihr einen der besten Panoramablicke auf das historische Zentrum.

30. Python Bridge (Pythonbrug)
Eine moderne, leuchtend rote Brücke in Schlangenform, die die Inseln Borneo und Sporenburg im östlichen Hafengebiet verbindet. Sie ist ein großartiges Beispiel für innovative niederländische Architektur und Design und hat sich zu einem beliebten Fotomotiv entwickelt.
Praktischer Tipp: Am besten kommt ihr mit dem Fahrrad hierher. Eine Fahrt durch die östlichen Docklands ist eine tolle Möglichkeit, die moderne Seite Amsterdams zu sehen.

31. EYE Filmmuseum
Ein futuristisches weißes Gebäude auf der anderen Seite des Flusses IJ, das niederländische nationale Filmmuseum. Im Inneren findet ihr Kinosäle, Ausstellungsräume und eine Dauerausstellung zur Geschichte des Films.
Praktischer Tipp: Auch wenn ihr keine Ausstellung besucht, lohnt sich das große Restaurant mit Terrasse – es bietet einen wunderschönen Blick auf den Fluss und die vorbeifahrenden Schiffe. Die Fähre ist kostenlos.

32. Museum für Handtaschen und Geldbörsen (Tassenmuseum)
Ein einzigartiges Museum, das die Geschichte der Damenhandtaschen vom Mittelalter bis heute nachzeichnet. Ihr findet hier alles – von historischen Beuteln bis zu ikonischen Modellen berühmter Designer. Ein faszinierender Blick auf Mode und Design.
Praktischer Tipp: Das Museum befindet sich in einem wunderschönen Kaufmannshaus aus dem 17. Jahrhundert.
33. De Gooyer – Windmühle in der Stadt
Amsterdam war früher voller Windmühlen. Heute sind nur noch wenige übrig. De Gooyer ist die höchste Holzmühle der Niederlande und vom Zentrum aus am einfachsten zu erreichen. Direkt daneben befindet sich die preisgekrönte Craft-Brauerei Brouwerij ‘t IJ.
Praktischer Tipp: Verbindet den Besuch der Mühle mit einer Verkostung großartiger Biere im Biergarten der Brauerei.

34. Albert Heijn hinter dem Königlichen Palast
Ein Supermarktbesuch? Ja! Diese Filiale der berühmten Kette befindet sich in einem wunderschönen historischen Gebäude der ehemaligen Hauptpost. Einkaufen unter hohen, verzierten Decken ist ein unerwartetes architektonisches Erlebnis.
Praktischer Tipp: Ein toller Ort, um niederländische Spezialitäten wie Stroopwafels, Käse oder Lakritz (Drop) zu normalen Preisen zu kaufen.
35. Versteckte Innenhöfe (Hofjes)
Neben dem bekannten Begijnhof gibt es besonders im Viertel Jordaan viele weitere kleine Innenhöfe mit Armenhäusern. Sie dienten früher als wohltätige Unterkünfte für alte und arme Menschen. Heute sind sie ruhige Oasen.
Praktischer Tipp: Einige davon sind öffentlich zugänglich, aber seid immer leise und respektiert die Privatsphäre. Haltet Ausschau nach unauffälligen Türen und Toren.
36. Konzert im Concertgebouw
Einer der besten Konzertsäle der Welt mit perfekter Akustik. Wenn ihr klassische Musik mögt, ist ein Konzert des Königlichen Concertgebouw-Orchesters ein unvergessliches Erlebnis.
Praktischer Tipp: Während der Saison (September–Juni) finden häufig kostenlose Mittagskonzerte statt. Schaut euch das Programm online an.

37. Spaziergang zu den Sieben Brücken (Reguliersgracht)
Der Blick von der Brücke an der Ecke Reguliersgracht und Herengracht ist einzigartig. Bei guten Lichtverhältnissen seht ihr von hier aus sieben Brücken hintereinander in einer Linie. Es ist einer der romantischsten und fotogensten Orte der Stadt.
Praktischer Tipp: Am schönsten ist es am Abend, wenn die Brücken beleuchtet sind.

Was rund um Amsterdam sehen: Tipps für Ausflüge
- Zaanse Schans: Ein toller Halbtagesausflug ins alte Holland (ca. 20 Min. mit dem Zug). Es ist ein Freilichtmuseum voller ikonischer Windmühlen, Holzhäuschen und Werkstätten, in denen ihr die Herstellung von Holzschuhen und Käse sehen könnt. Eine Tour nach Zaanse Schans könnt ihr hier buchen.
- Haarlem: „Klein-Amsterdam“ ohne Menschenmassen (ca. 15 Min. mit dem Zug). Eine wunderschöne historische Stadt mit einem hübschen Platz, einer Kirche und großartigen Museen. Ideal für ein entspannteres Erlebnis.
- Keukenhof: Wenn ihr im Frühling kommt – normalerweise von Ende März bis Mitte Mai –, ist ein Besuch des größten Blumenparks der Welt ein absolutes Muss. Millionen blühender Tulpen, Narzissen und Hyazinthen schaffen ein unglaubliches Farbenspektakel.
- Volendam und Marken: Zwei malerische ehemalige Fischerdörfer am Ufer des IJsselmeers. Hier könnt ihr traditionelle Trachten ausprobieren, geräucherten Aal probieren und die Atmosphäre des alten Hollands genießen.
Wo übernachten in Amsterdam
Unterkünfte in Amsterdam sind teuer, und es ist wichtig, sie lange im Voraus zu buchen. Die Lage ist zwar entscheidend, aber dank des hervorragenden Nahverkehrs kommt ihr leicht überall hin.
Zentrum (Altstadt & Grachtengürtel) – Für den ersten Besuch und maximale Atmosphäre
Wenn ihr mitten im Geschehen sein und Grachten sowie Sehenswürdigkeiten direkt vor der Tür haben möchtet, ist das die beste Wahl. Es ist die schönste, aber auch die belebteste und teuerste Gegend. Probiert das stilvolle Best Western Dam Square Inn oder das preislich attraktivere Holiday Inn Express Amsterdam.
Jordaan – Für Romantik, Ruhe und Boutique-Charme
Das charmanteste Viertel zum Übernachten. Es ist ruhiger als das Zentrum und voller Boutique-Hotels, gemütlicher Pensionen und Apartments. Ihr seid nur wenige Schritte vom Anne-Frank-Haus und den malerischen Gassen entfernt. Zieht das Linden Hotel in Betracht – es hat tolle Bewertungen zu einem fairen Preis.
De Pijp – Für Feinschmecker, junge Reisende und lokales Leben
Ein lebendiges und bohèmehaftes Viertel mit Dutzenden großartigen Restaurants und Bars sowie dem berühmten Markt. Es ist ideal für alle, die eine lokale, multikulturelle Atmosphäre aufsaugen und trotzdem nah am Zentrum sein möchten. Sehr gut ist das Hostel Onefam Amstel oder Sir Albert Hotel, part of Sircle Collection für eine luxuriöse Unterkunft.
Oud-West – Für trendige Atmosphäre und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Dieses Viertel direkt neben dem Vondelpark wird immer beliebter. Hier findet ihr die Foodhallen und viele tolle Lokale, während die Unterkunftspreise oft günstiger sind als im Zentrum. Probiert das moderne Hotel De Hallen oder CityHub Amsterdam, das futuristische Schlafkabinen bietet.
Praktische Tipps für Reisende
- Verkehr: Amsterdam hat ein ausgezeichnetes Netz aus Straßenbahnen, Bussen und Metro. Kaufen Sie sich eine anonyme OV-chipkaart und laden Sie Guthaben darauf, oder ziehen Sie die I amsterdam City Card in Betracht, die den Nahverkehr und Eintritte in viele Museen umfasst.
- Leihen Sie ein Fahrrad: Die beste Art, die Stadt zu erleben. Denken Sie aber daran, dass Radfahren hier fast schon ein Sport ist. Halten Sie sich rechts, geben Sie Handzeichen und blockieren Sie nicht den Weg.
- Online-Reservierung: Bei allen wichtigen Sehenswürdigkeiten (Anne-Frank-Haus, Van Gogh Museum, Rijksmuseum) ist eine Online-Reservierung für eine feste Uhrzeit absolut notwendig. So sparen Sie stundenlanges Warten – oder kommen überhaupt erst hinein.
- Zahlungen: Die Niederlande sind sehr stark auf Kartenzahlung ausgerichtet. Einige Geschäfte (besonders der Supermarkt Albert Heijn) akzeptieren keine Visa-/Mastercard-Karten, sondern nur die lokale Maestro-Karte. Haben Sie daher immer auch etwas Bargeld dabei.
- Coffeeshops vs. Cafés: Denken Sie daran, dass ein „Coffeeshop“ ein Ort ist, an dem legal Marihuana verkauft wird. Wenn Sie einen Kaffee trinken möchten, suchen Sie nach einem Lokal mit der Bezeichnung „Koffiehuis“ oder „Café“.
- Wetter: Das Wetter ist sehr wechselhaft und oft regnerisch. Haben Sie unabhängig von der Jahreszeit immer eine wasserdichte Jacke oder einen Regenschirm griffbereit.
- Sicherheit: Achten Sie in Menschenmengen auf Taschendiebe und auf Radfahrer, die wie aus dem Nichts auftauchen. Kaufen Sie niemals Drogen auf der Straße.
- Lesen Sie auch unseren großen Artikel: Was man in Holland sehen sollte – 37 wunderschöne Orte und Sehenswürdigkeiten (+ Karte)
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